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Logbuch der SY Shalimardue

August 2020
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Privat

Heuer kommt vieles anders als geplant

Durch die Corona-Krise ist noch nicht alles fertig auf unserer Shalimardue. So genießen wir unter anderem die Zeit in Aquileia mit wunderschönen Spaziergängen. In Grado, im Hafen– im neuen Lokal Porto Buso – gibt es einen tollen Musikabend mit Live-Musik und besten Köstlichkeiten zum Essen.

Natürlich machen wir auch immer wieder einen Buschenschank-Besuch und genießen das absolute Nichtstun auf unserer Terrasse. Die Waschmaschine hat die Wäsche gewaschen und die Sonne trocknet sie. Stress für mich pur. Das Wetter ist nicht immer perfekt, aber wir genießen die Zeit.

Am Montag, den 29.6. fühlt sich Michi nicht so wohl. Am späten Nachmittag zeigt der Fiebermesser 39,7 Grad Fieber und so fahren wir direkt von Aquileia ins Krankenhaus nach Villach. Der Covid 19-Test fällt negativ aus, aber Michis Körper bzw. sein Blut ist voll von irgendwelchen hinterlistigen Bakterien. Vermutlich ist bei einer offenen Wunde eine Bakterie – die bis heute noch nicht zugeordnet wurde – eingedrungen. Nach vier Tagen mit 40 Grad Fieber beginnt endlich ein Antibiotikum zu wirken und nach einer Woche und unzähligen Infusionen darf er das Krankenhaus wieder verlassen.

Ich mache daheim wieder meine Drauspaziergänge und genieße die vielen „Viechalan“, die sich vor meiner Kamera ruhig verhalten. Auch gehe ich mit meiner Nachbarin auf ein Riesen-Eis in die Stadt.

Mit der Jugend (Sohn Paul, Lieblingsschwiegertochter Nadine und Enkalan Raphael und Elisa) genieße ich im „Dalmacia“ ein köstliches Mittagessen. Michi labt sich daheim mit einer leichten Gemüsesuppe.

Nach drei Tagen Erholung daheim, am häuslichen Herd, möchte Michi – bevor es wieder nach Aquileia geht – zu unserem Lieblingslokal „Gasthaus Gatternig“. Anni, die Chefiza vom Gatternig hat endlich die Genehmigung bekommen, einen neuen Gastgarten zu eröffnen. Wir wollen die ersten sein, die das Gras um die Tische zertrampeln. Was uns auch gelingt. Wir werden im wunderschönen neuen Gastgarten wie immer bestens verwöhnt.

Nach knapp 2 Wochen fahren wir am Freitag wieder in unsere zweite Heimat. Da Michis Immunsystem noch immer einen Totalschaden hat, bleiben wir bei uns auf der Terrasse und ich hole im „Da Nettuno“ eine Pizza, die wir am Abend mit Meeresfenchel verfeinern. Durch Zufall erscheint ein Gesicht auf der Pizzaschnitte. Der Abstand zu allen unseren Bekannten bleibt größer als eine wilde Elefantenherde in der Serengeti.

Heute beim Einkaufen vom frischen Obst und Gemüse – direkt beim Bauern – lasse ich mich von Michi in einem riesigen Sonnenblumenfeld fotografieren. Danach gibt es frisch zubereitete Tortellini mit einer selbstgemachten himmlischen Tomaten-Knoblauch-Basilikum-Rahmsauce. Endlich geht es langsam aufwärts.