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Logbuch der SY Shalimardue

Oktober 2020
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Highland Gathering in Dunoon (Cowal)

Nach einer Nacht mit mehr als 30 Knoten stürmischen Windes und Regengüssen wie aus Fässern klart es am frühen Morgen bei unserer Weiterfahrt schon ein wenig auf.

Vorbei an Loch Lomond, Lochlong, Loch Fyne, Holy Loch und Loch Eck geht es bis nach Dunoon. Bei Holy Loch hab ich dreimal nachgefragt!

Eine Landschaft fast wie bei uns in Kärnten.

Auf der Halbinsel Cowal findet jedes Jahr Ende August das bekannte Highland Gathering statt. Angeblich eines der größten und spektakulärsten Highlandgames weltweit. Wir sind sozusagen (zufällig) extra angereist, um dies zu sehen und freuen uns schon darauf.

Wir stellen unser Womo am Rande der Stadt ab und sind auch schon auf dem Weg zu den mindestens 5 Km entfernten Spielen – zu Fuß. Der Bus fährt erst in einer Stunde.

Es verwundert uns schon, dass wir nur sehr wenig „berockte“ Männer sehen, sondern nur sehr viele junge Mädchen mit komischer Haartracht, aber wenigstens doch im Kilt. Wir sehen ein großes Zelt voll mit Pokalen, die auf die stolzen Sieger warten!

Zu spät, um alles rückgängig zu machen, kommen wir drauf, dass heute nur ein Tanzwettbewerb der kleinen Tanzmäuse stattfindet. Es wird noch eifrig am Wegesrand geübt, irgendwann werden Nummern aufgerufen und ab dann beginnt das große Tränenfließen.

Diejenigen, die bei der Vorentscheidung ausgeschieden sind, rennen weinend vor ihren enttäuschten Eltern Richtung Ausgang. Das sind immerhin mehr als die Hälfte – wir waren ganz von den Socken, wie man den Kleinen so etwas antun kann!! Thomy (Rettl Thomas – Kiltschneidermeister und Organisator der Kärntner Highlandgames http://www.rettl.com/de/) unser aller „Präsident“, hätte so etwas niemals zugelassen!!!


Auch morgen gibt es noch keine Vergleichskämpfe der starken Highlander zu beobachten, sondern erst am späten Abend einen Wettkampf der verschiedenen Dudelsackbands. Wahrscheinlich ohne Tränen. Wir hören uns lieber schon heute eine Straßenband (incl. Dudelsack) an und werden morgen diesen netten Ort (wahrscheinlich bei strömenden Regen) Richtung Oban und den Destillerien verlassen.



Die Leute hier sind so freundlich, jeder grüßt, jeder fragt, wie es einem geht – meist verstehen wir sowieso nichts, denn die schottische Sprache, das Galic, hat mit Englisch so wenig zu tun wie Hochdeutsch mit einem Arabischen Dialekt.

Der schnellste und einfachste Weg von Glasgow nach Dunoon geht mit der Fähre, die fast pausenlos unterwegs ist.


Wir sind dann noch am langen Heimweg in ein Lokal am Hafen mit dem für uns anziehenden Namen “The Yachtsman“ eingekehrt. Auf Michis Frage, ob es Bier gäbe, antwortete der Besitzer: We are a dry ship – no licence! Also nur Tee und Café und Kuchen! Seltsamer Yachtsman!!