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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Homecoming Scotland 2014 im Moor von Culloden

Am 16. April 1746 trafen in Colluden, bei einem sehr blutigen Gemetzel, die Truppen von Prinz Charles Edward Stuart (den Schotten) und die des Herzogs von Cumberland (der Regierungsarmee) aufeinander.

Einmal jährlich veranstaltet „Homecoming Scotland“ hier eine Gedenkfeier und da wir sowieso das Schlachtfeld in dieser Moorlandschaft besichtigt hätten, passt der Termin für uns perfekt.

Ab 11 Uhr beginnen die verschiedenen Veranstaltungen, ich bin bei den Kindern dabei, die in einfachen Worten die Schlacht mit ihrem Grauen von dem Krieger in Blau erklärt bekommen. Von der „Soldatin“ erfahre ich ebenfalls viel und am meisten hat mich die Erklärung über die Hutform überrascht. Da es hier ja viel und oft regnet, konnte das Wasser seitlich hinten über den Körper abrinnen. Sonst ist es ein französischer Militärhut aus dem 17. – 18. Jahrhundert.

Die Tanzmäuse dürfen natürlich auch nicht fehlen und sind trotz des kühlen und zeitweise feuchten Wetters mit Eifer dabei.




Diese beiden Dudelsackpfeifer machen lautstark auf das morgige Tattoo in Fort George aufmerksam.

Danach besichtigen wir das Schlachtfeld. Der mit einem GPS ausgestattete Audio-Guide bringt uns die Geschichte und das Leid nicht nur in Worten, sondern auch mit akustischen Hintergrundgeräuschen deutlich zur Kenntnis.

Hier wurden das Schicksal der Stuarts und deren Anspruch auf die britische Krone besiegelt und läutete das Ende des Clansystems in den Highlands ein. Zu jeder vollen Stunde spielt ein Dudelsackpfeifer am Denkmal der gefallenen Krieger.


Die erst knapp 100 Jahre später errichteten Grabsteine sollen erinnern und stellen steinerne Zeugen der mehr als 1200 Toten des Schottenheers dieser Schlacht dar. Die letzte Bauernkate von Culloden ist das „Old Leanach Cottage“. Der Besitzer Ducon Forbes ließ nicht nur die Grabsteine, die an der Position der gefallenen Clans stehen, sondern auch den 7 m hohen Gedenkstein der Schlacht von Culloden setzen.


Nach diesem kleinen Gewaltmarsch kommen wir wieder zurück auf das Gelände des Visitor Centers und nehmen weiter am Festgeschehen teil.



Michi ratscht wieder einmal mit jedem und lässt sich sogar eine Mandoline erklären.

Verschiedene flotte schottische Musikgruppen treten auf und als Abschluss spielt eine Kapelle der US Westpoint Militär- Akademie einige zackige und stramme Stücke mit Trompete, Pfeife und Trommel.

Beim Verlassen des Geländes verabschieden wir uns von einigen Teilnehmern schon wie von guten alten Bekannten. Wir haben wieder mal viel erfahren über Land und Leute und vor allem viel aus der hier sehr blutigen Vergangenheit.