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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Privat

In den Souks von Agadir

Heute nehmen uns vier Finnen mit ihrem Camper nach Agadir mit. Diese koennen zum Unterschied zu den Franzosen (vom letzten Mal) allerdings etwas deutsch “ aber wir wieder einmal kein Finnisch. Wir sollten Sprachen lernen.

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Diesmal steht der Besuch des Souks (Einkaufszentrum fuer einheimische Waren) auf unserem dichtgedraengten Exkursionsprogramm. Der Souk ist anders als in Marrakech – moderner, mit Moebel und Hausratsartikel, aber auch mit Gemuese, Fisch und Fleisch. Die Abteilung fuer Huehner moechte ich lieber nicht beschreiben.

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Diese stacheligen Kaktusfeigen habe ich auf unseren diversen Reisen schon oft gesehen, aber noch nie gekostet. Wurden diese hier frueher fast nur an Tiere verfuettert, hat man nun entdeckt, dass sie lecker sind und ausserdem eine hervorragende Quelle fuer Vitamine und Mineralstoffe (und wunderschoener Zungenfarbe – siehe Bild) sind. Neugierig, wie ich nun mal bin, muss ich sie heute probieren.

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Wir haben schon viel ueber das beruehmte Arganoel gehoert, welches das fluessige Gold von Marokko genannt wird. Es wird aus den Fruechten des dornigen Arganbaumes gewonnen. Die Prozedur ist aehnlich wie die Olivenoelproduktion. Als einer der aeltesten Baeume der Welt (ueber 80 Mio. Jahre) waechst er heute nur noch in der Gegend um Agadir. Die oelhaltige Frucht sieht aus wie eine Mischung aus Olive und ganz kleiner gelber Pflaume. Auch Kamele und Ziegen lieben den Verzehr.

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Dieses pflanzliche Speiseoel “ geroestet oder ungeroestet “ eignet sich hervorragend zum Wuerzen und Verfeinern von fast allen kulinarischen Speisen. Ein deutschsprechender und ueberaus geschaeftstuechtiger Verkaeufer laesst mich auch eine Kombination von (frisch mit der Hand gemahlenen) Mandeln mit Honig und Arganoel verkosten. Diese Paste als Brotaufstrich ist ein Hochgenuss. Die Kalorien, die dieser Aufstrich enthaelt, werden wissentlich totgeschwiegen, weil man ja sonst kaufwuetige Damen damit echt auf Dauer verschrecken koennte.

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Michi schlaegt dafuer bei den Oliven zu. Fuer die naechsten 14 Tage duerften wir jetzt genug von diesen an “Bord“ haben. Ein Liter Oel kostet “hier“ leider zwischen 20 und 40 Euro, die Oliven pro Kilo keine 2 Euro..

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Mitten im Souk gibt es auch ein grosses Areal mit vielen verschiedenen Garkuechen. Neben den vielen verschiedenen Tagines (Fisch-Lamm-Ziege-Kamel) gibt es gegrillte Sardinen und viele frittierte Meeresfruechte. Einen solchen Tontopf mit spitzem Deckel muss ich unbedingt mit nach Hause nehmen. Ein Freund von Michi, der in Villach bei der Lebensmittelpolizei arbeitet, wuerde allerdings am Stand schreiend durchdrehen.

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Eine Teepause “ fuer uns Kaffeepause “ muss sein, sonst laesst sich dieser Stress wohl nicht ertragen.

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Bevor es mit dem vollen Bus wieder nach Hause geht, geniessen wir noch ein wenig die Strandpromenade. Samstag und Sonntag ist sehr viel los, denn auch Einheimische lieben es, mit der ganzen Familie einen Ausflug hierher zu machen.

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Dies ist allerdings der Strand vom Club Med, der ziemlich verlassen erscheint. Der Club selber ist edel und schoen – mit vielen, vielen Waechtern – die pausenlos mit strengem Blick den Club umkreisen.