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Logbuch der SY Shalimardue

Oktober 2020
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Privat

Kaffeehaus- und Beisl(Buffet)kultur in Triest und wieder was dazu gelernt…

Der strahlend blaue Himmel verleitet uns schon bereits am frühen Morgen einen Ausflug nach Triest zu machen. Bei unseren letzten Besuchen in dieser regen Stadt habe ich zwar auch immer wieder einen Kaffee getrunken, allerdings wahrscheinlich keinen Cappuccino.

Die freundliche Kellnerin fragt, ob wir einen großen oder einen kleinen Cappuccino möchten. Wir bestellen einen kleinen, als dieser dann serviert wird, stellt es sich heraus, dass es sich um einen „cafe macchiato“ handelt. Ich möchte kurz mit meinem Wissen brillieren, muss dann zu meiner Schande erfahren, dass in Triest alles anders ist.

Man sollte die lokalen Eigenheiten kennen, denn sonst bekommt man ganz was anderes serviert, als man eigentlich möchte. Ein Cappuccino ist in Triest das, was im Rest von Italien ein „macchiato“ ist, also ein Kaffee mit Milchschaum, der in einer kleinen Tasse serviert wird. Der wiederum wird in Triest „capo“ genannt und in einem Glas serviert. Wer wiederum den echten italienischen Cappuccino möchte, muss einen „caffelatte“ bestellen und wer eigentlich genau diesen genießen will, einen „latte macchiato“. Alles klar!

Unglaubliche 1500 Tassen Kaffee trinkt ein Triestiner im Schnitt pro Jahr, kein Wunder, dass die vielen Kaffeehäuser und Bars von frühmorgens bis spätabends Hochbetrieb haben, was nicht zuletzt auch an der altösterreichischen Vergangenheit der Adria-Hafenstadt liegt.

Michi trifft unterwegs noch den Iren James Joyse, einen der wichtigsten Vertreter der literarischen Moderne. Allerdings scheint er ein harter und nicht gesprächiger Typ zu sein.

In der Kirche San Spiridione Taumaturgo bestaune ich die Pracht der byzantinischen Kunst und freue mich über die große Toleranz der serbisch-orthodoxen Glaubensgemeinde und zünde mehrere echte Kerzerln für meine lieben Verstorbenen an.


Was dem alten Steinmetz durch den Kopf gegangen sein mag, als er die Engerl aus einem Stein herausklopfte, interessiert besonders Michi, dem nichts entgeht. (Gruppe links von der Mitte).

Das alte Triest entdeckt man am besten beim Besuch eines Buffets (ohne Umlaut gesprochen), das sind die alten Beisln, in denen die Einheimischen gerne auf einen Imbiss und ein Glaserl einkehren.

Das berühmteste „da Pepi“ gleich neben der Börse war einmal ein Geheimtipp. Heute sind fast nur mehr Touristen anzutreffen und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt auch nicht mehr. Michi findet (auch nach vielen Jahre) unseren Favoriten „Buffet L’approdo“ und wir sind wieder restlos begeistert.


Am Rückweg bewundern wir diese beiden Ballettmäuse aus Belgrad, die zu klassischer Musik vor dem Theater ihren Auftritt haben.


Das Schloss Miramare werden wir wohl ein anderes Mal besichtigen bzw. nur einen Rundgang durch die herrliche Parkanlage unternehmen.

Über die Alpen kommen erste Wolken und so beenden wir unseren Ausflug in einer Großstadt, wo sogar unter den Mopedfahrern Parkplatzmangel herrscht.


In Aquileia erfreue ich mich über die vielen Cala-Blüten, die neben den Straßen wie Unkraut wachsen. Durch Zufall gibt es auch gleich anschließend ein riesiges Feld mit Schneeglöckchen.