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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
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Privat

Kandy

In Sri Lanka ist wohl noch niemand erfroren und da ich nicht die erste sein will, machen wir uns heute sofort auf den Weg nach Kandy, um eine schoene (zweitrangig) warme (Hauptsache) Decke zum Zudecken zu kaufen.

1__Marktleben.jpg

Dass es nichts gibt, was es nicht gibt, erleben wir, weil uns ein Verkaeufer (Keiler) bis ins englische “Teahouse“ nachrennt. Er hat aber nicht mit meiner Handelmentalitaet gerechnet. Angesetzter Preis fuer eine Decke: 3200 Rupies. Meinen ersten Preis habe ich nach langem Feilschen von 1000 Rupies auf 1300 erhoeht und endlich waren wir uns einig. Vermutlich war auch er noch zufrieden.

2_Aussicht vom Balkon.jpg

Die Regenperiode ist leider noch nicht vorbei, aber laut Nangi (Nachbarin) ist dies jetzt kein Regen mehr, sondern nur ein schwaches Nieseln. Regen ist nur, wenn man keine 2 Meter mehr sieht “ oder so. Ausserdem wird dieser Regen ja auch von kurzen Sonnenstrahlen unterbrochen, deswegen verweigern wir standhaft einen Schirm.

Es steht auch ein Internetcafebesuch an und nach einigem Suchen werden wir auch in einem der “hintersten Winkel“ fuendig. Im Vordergrund Michi als erster Touri mit einer Winterdecke in Kandy.

3_Kandy.jpg

Unser Three Wheeler Driver Ananda holt uns direkt vor der Haustuere ab, bringt uns nach Kandy – Fahrzeit ca. 1 Stunde – wartet brav zweieinhalb Stunden und dann bringt er uns noch zum “Einkaufsriesen“ “Royal Mall“. Die Telefonwertkarte gibt es hier im Pharmazieladen, die Flasche Arrack – Palmschnaps (taegliche Vorbeugemedizin) gibt es nur hinter Gittern in einem separaten Eingang zu kaufen. Nach mehr als 5 Stunden liefert er uns wieder zuhause ab und verlangt dafuer 1200 Rupies (ca. 8 Euro). Die Taxipreise daheim sind da etwas anders.

4_Royal Mall.jpg

Da seit dem Fruehstueck schon so viel Zeit vergangen ist, genehmigen wir uns eine kleine Zwischenmahlzeit, wohl wissend, dass wir in Kuerze ein ausreichendes Abendessen zu Hause serviert bekommen. Elsbeth hat heute glaubhaft erklaert, dass man, je mehr man Reis isst, umso mehr abnimmt. Probieren wir halt mal diese “Diaet“, alle anderen haben ja auch nicht funktioniert – solange man so gerne isst wie wir. Ich habe den feinen Unterschied wohl schon bemerkt: Singalesen essen Reis als Hauptspeise und die Zutaten sind verschiedene Curries. Wir essen genau umgekehrt und meist geht mehr als die Haelfte vom Reis retour.

5_Stringhoppers mit Kirihodi.jpg

Langsam stellen wir uns auf den Rhythmus des Landes ein – alles geht etwas langsamer, aber gemuetlicher. Die Hektik des Alltages bleibt zurueck. Es wird um 18 Uhr finster (wie wir es in der Karibik gewohnt waren) und die Schlafzeiten werden laenger (und waermer,) was ja auch nicht wirklich schadet. Koerper und Seele sind gemeinsam in Sri Lanka angekommen.