Gehe zu: Hauptmenü | Abschnittsmenü | Beitrag

Logbuch der SY Shalimardue

Oktober 2020
M D M D F S S
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  

Archiv

Privat

Kirchenglockenterror und Vogelgezwitscher

Zu jeder vollen Stunde das entsprechende Glockengeläut und zusätzlich jede Viertelstunde ein, zwei, drei zusätzliche Glockentöne. Das nervt, speziell um 23.45 Uhr. 23 plus 3 Töne. In diesem Ort leben anscheinend mehrere schwerhörige, ältere, gläubige Bewohner!

Aber als mich dann um 06 Uhr früh 14 x ein Doppelschlag (warum auch immer???), vom Glockenturm erweckt, der das schöne Vogelgezwitscher übertönt, beende ich meinen leichten Schlaf, stehe auf und freu mich auf den Frühstückskaffee in dem des Nachtens so lauten Ort.


Wir müssen jedoch das langsame Munterwerden der noch arbeitenden Bevölkerung in Alberobello abwarten, da mein Fahrrad beim Ventil ein wenig Luft verliert. Der Schaden ist rasch behoben und wir können weiter.

Unser Navi hat wohl nicht mitgekriegt, dass es ein Navigator von einem Wohnmobil ist und leitet uns knapp 60 Kilometer – an Kühen und sonstigem Getier vorbei – auf einer Straße, die links und rechts nur von hohen Steinwällen begrenzt ist, querfeldein. Die hereinwachsende Natur am Rande – sei nur am Rande erwähnt. Dazu sei bemerkt, dass die Voreinstellungen am Navi leider noch nicht auf dem letzten Stand waren, Betonung auf „waren“. Unsere Schuld!

Es begegnen uns – welch Glück – nur zwei Fahrzeuge, die ausweichen bzw. rückwärts fahren, um uns vorbeizulassen. Endlich kommen wir auf die normale Autostraße entlang der Küste und der Verkehr wird daher wieder stärker.

Es geht vorbei an Orangenplantagen und riesigen Olivenhainen, wo die Ernte gerade einsetzt.


Nach einigen Irrwegen (unser Navi lässt uns wieder mal im Stich – laut Zeitungsberichten ist ein Sonnensturm daran schuld) finden wir den – in dieser Gegend wohl einzigen offenen Campingplatz in Corigliano, allerdings ist sonst hier absolut nichts los. Die Geschäfte und Lokale sind mindestens 6 Kilometer entfernt, das heißt, heute gibt es Essen im beliebten „Ristorante Schukle & Co“.

Danach machen wir einen ausgedehnten Spaziergang im Marina- äh Campinggelände und am Strand, wo wir neben tausend guten Möglichkeiten, meine Hängematte anzubringen, noch lustige Strandformationen vorfinden.





Zu guter Letzt verwöhnt mich am späten Abend Michi noch mit seinen Gitarreübungen, die schon sehr an richtiges Gitarrespiel herankommen.