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Logbuch der SY Shalimardue

März 2019
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Privat

Knapp 700 Kilometer weiter Richtung Norden

Mein „Driver“ ist auch mein Putzgarant für saubere Scheiben, damit ich die Landschaft auch während der Fahrt klar und deutlich fotografieren kann. Die Farben, die sich uns bieten, sind einfach traumhaft. Leider mit 80-90 kmh nicht immer scharf zu erwischen.

Ich habe in Pesaro einen Stellplatz für die Nacht ausgesucht. Mit Strom. Unser Navi führt uns kreuz und quer und Michi verweigert gleich mal eine zu steile Zufahrt. Wir kommen etwas später und 5 Kilometer weiter trotzdem an. Der Platz ist leicht überfüllt. Eine Gruppe Sinti oder Roma sind gerade am abendlichen Grillen. Es raucht aus mehreren Feuerstellen und sie empfehlen uns einen Stellplatz in der Nähe. Der gefällt Michi aber gar nicht. So gebe ich den zweiten Platz in unser Navi ein. Der bekannte Plan B kommt sofort zum Tragen.

Die Strecke verlängert sich von 7 Kilometer auf läppische 15 Kilometer. Kein Problem, die Richtung Nord passt für die Weiterfahrt nach Venedig am nächsten Morgen immer. Die Straße wird zusehends enger, nur mehr einspurig und sehr, sehr steil. Zuerst fahren wir rauf, dann geht es wieder steil runter. Irgendwann bleibt Michi stehen und schaut sich das Ganze auf „Maps me“ an, sieht, wo wir sind – erbleicht etwas und beschließt umzukehren. Auf dieser engen Straße mit Hänger kein leichtes Unterfangen, um nicht zu sagen, unmöglich. Er muss sich permanent gegen zwei Navis und mich durchsetzen. Zum Schluss sag ich aber eh nichts mehr, sondern hoffe nur mehr auf ein Ankommen an einem sicheren und ruhigen Stellplatz. Wir kommen im Naturschutzgebiet „Parco Naturale Monte San Bartolo“, in dem wir gerade herumkurven, an einem Campingplatz vorbei, zu dem wir zu den alpinen Stellplätzen nur mit einem Panzer oder einem Allradfahrzeug zufahren könnten. Also fahren wir weiter. Die Gegend erinnert uns etwas an die Südsteiermark – nur sind dort die Straßen besser, gut ausgeholzt und nicht so steil. Wir beschließen von dem Berg wieder Abschied zu nehmen und Plan C tritt sofort in Kraft. Wir fahren nach Norden.

Diesen Stellplatz in Cesenatico – ca. 40 Km später – haben wir schon im Vorjahr besucht und waren sehr zufrieden. So nimmt Michi die Weiterfahrt in Kauf, flucht leise auf die Berge, Navis und Sonstiges und wir kommen am späten Abend an. Da wir fast den ganzen Tag heute im Auto gesessen sind, wollen wir noch eine Runde unsere Füße vertreten. Was für ein Glück, wir finden ein nettes Beisl mit Guinness Bier und so kehren wir ein.