Gehe zu: Hauptmenü | Abschnittsmenü | Beitrag

Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
M D M D F S S
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  

Archiv

Privat

Lagune di Grado und Buschenschanktouren

Der geschickte Sohn „Flo“ unseres Nachbarn steigt statt Michi auf den Mast und erledigt die notwendige Kontrolle. Gleich darauf fahren wir wieder in die Lagune. Viele Vogelarten sind entlang der Natissa zu sehen und warten ungeduldig darauf, von mir fotografiert zu werden.

Leider sind in der Nacht wieder Gewitter angesagt und so wir fahren wir in die Marina zurück.

Regen und Sonne wechseln sich ab. Wir freuen uns auf morgen, weil wir Besuch aus Villach bekommen. Doris und Fred unternehmen mit uns auch eine kleine Buschenschanktour.

Am Samstag fahren wir nach Porto Buso und möchten so wie jedes Jahr einen Rombo in Boretto oder Rombo gegrillt essen. Leider ist das Lokal vollständig ausgebucht und wir hätten frühestens ab 16 Uhr einen Platz für unser Mittagessen gefunden.

Die Masse der Leute und die engen Sitzverhältnisse verunsichert uns auch und so gibt es ein Planänderung.

Ich koche heute selber, vor Porto Buso, auf unserer Shalimardue. Leider fährt ein Motorboot zu nahe und zu schnell an unserem Cat vorbei und meine Waage mit 20 dkg Nudeln fällt auf den Boden. Ich sammle alles auf und trotzdem schmeckt mein Essen dem Kapitän und der restlichen Crew hervorragend.

Das Abendessen (Honigmelone eingepackt mit Schinken) in der Lagune mit einem Glaserl Rotwein passt auch perfekt. Viele gefiederte Viechalan schwimmen um unser Schiff und hoffen laut schreiend auf Futter. Jedes Boot hat hier in der Lagune einen eigenen Hausvogel, der nebenbei auch als Biotonne arbeitet.

Der Sonnenuntergang ist mal wieder ein ganz besonderer und auch der Mond lässt sich schön fotografieren.

Knapp vor 6 Uhr früh erwischt mich die senile Bettflucht und ich turne mit der Kamera am Schiff herum. So gelingt mir das Foto „Der der frühe Vogel fängt das Licht“. Am Nachmittag kommt Sohn Paul mit seinem Freund Mathe mit ihren „Vespas“ bei uns auf der Terrasse auf ein kleines Jäusnlein vorbei.

Wir kaufen unser Obst und Gemüse immer nur mehr bei den Bauern in direkter Umgebung mit Null-Kilometer-Anfahrt. Beim Stabilo, einer Buschenschank, gibt es heute ein Stückchen „Frico“ – das ist Kartoffel-Käse in der Pfanne erhitzt. Das war traumhaft. Hoffentlich bald wieder. Anschließend besuchen wir noch ein riesiges Sonnenblumenfeld in unmittelbarer Nähe unserer Marina. Besuchen ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, wir sind dort hin, weil ich ungemein gerne in solche Felder hineingehe und diese Blumenfelder auch fotografiere.

Heute haben wir auch zwei Riesenzwiebel bei einem Bauern gekauft. Einen Roten und einen Weißen. Ich habe noch nie so große Zwiebel gesehen. Michi denkt über ein Zwiebelrezept nach, das noch in keinem Kochbuch steht. Mal sehen. Die Riesenzwiebel werden jedenfalls demnächst eine Hauptrolle in unserer kleinen Küche spielen. Die Trauben essen wir gleich.