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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Privat

Loch Ness und wir auf der Suche nach Nessie

Heute wollen wir das gesamte Loch Ness umrunden. Schon beim ersten ausgezeichneten Parkplatz muss ich stoppen. Wir gehen ein paar Stufen hinunter auf „Seehöhe“ – und – siehe da. Etwa 50 Meter draußen im Wasser ist was – was auch immer.

Im Loch Ness Exhibition Centre sehen wir erste Fotografien, Zeitungsberichte, Unterwasseraufnahmen mit Sonargeräten und Ergebnisse der 1987 durchgeführten Operation „Deep Scan“. Da war Michi schon das zweite Mal in Schottland und kann sich noch gut daran erinnern, dass viele Boote den See nach dem Ungeheuer abgesucht haben.


Auf einer Landzunge am Seeufer liefert die Ruine von Urquhart Castle (ausgesprochen: „ar-kart” ) ein begehrtes Fotomotiv. Nach einem Kurzfilm mit deutschen Untertiteln sind wir voll eingestimmt auf die Geschichte dieses strategisch bestens gelegenen Castles.

Erste Besiedelungsspuren des Ortes gehen bereits in die Zeit vor dem Besuch des Heiligen Columban im 6. Jhdt. zurück. Dieser soll der Sage nach als einer der Ersten Nessie gesehen und sie wieder ins Wasser zurückgescheucht haben. Nach einem ewigen Hin und Her zwischen den einzelnen Clans (Schotten und Engländer) wurde die Anlage im Zuge der Jakobitenaufstände im Jahre 1690 von den Grants aufgegeben. Um die strategisch wertvolle Festung nicht den Jakobiten in die Hände fallen zu lassen, beschloss man, sie kurzerhand in die Luft zu sprengen. Danach wurde Urquhart nie wieder aufgebaut.


Michi hat am alten Castle am Loch Ness, DAS Loch vom Loch Ness gesehen.



Der Caledonian Canal ist eine der schönsten Wasserstraßen Europas. Mit seinen netten Restaurants und kleinen Läden am Kanalufer ist Fort Augustus genau der richtige Platz für unseren nächsten Zwischenstopp. Hier ist der Anfang von Loch Ness. Beeindruckend sind wohl auch die Schleusen von Fort Augustus.

Von dem einstigen Fort ist heute nichts mehr zu sehen. Der nette Angestellte im „Clansman Center“ erzählt mir, dass das Fort in den Jahren von 1729 bis 1742 errichtet wurde und nach William Augustus, Duke of Cumberland, dem uns nun schon bekannten Schlächter von Culloden, benannt wurde.

Heute ist das leerstehende Fort im Privatbesitz des Highland Clubs und auch die ehemalige Benediktinerabtei ist für die Öffentlichkeit geschlossen. Eintritt und Fotografieren verboten. Aber – wie immer – reizt mich das…

Etwa eine Stunde dauert es, bis ein Boot die sechs Schleusentore passiert hat. Wir beobachten zwei Boote, die vom Loch Ness weiter in Richtung Süden unterwegs sind.



Auf der Weiterfahrt am Ostufer von Loch Ness, zurück in Richtung Inverness, geht es steil bergauf und bergab. Wieder einmal.


Michi möchte unbedingt zur Whitebridge und zum Whitebridge Hotel, da er hier vor vielen Jahren schon einen lustigen Absacker erlebt hatte. Heute öffnet das Lokal erst um 17 Uhr und so fahren wir weiter bis zu unserem neuen Campingplatz – direkt am Loch Ness.