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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
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Privat

Marrakech 2.Tag

Mit Karo und Christian – zwei begeisterten Surfern und Geocachern – teilen wir uns die Kosten fuer das Taxi. Heute ist Kultur angesagt. Die einzigen Bewohner des Palais el-Badi sind wahrscheinlich heimliche Burgenlaender.

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Das Geklapper der Stoerche erinnert mich an meine fruehere suedburgenlaendische Zweitheimat. Im Winter fliegen Stoerche ja nach Afrika, vielleicht sogar hierher.

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Einst galt der Palast als eines der Wunder der islamischen Welt. Marmor aus Italien, Granit aus Irland, Onyx aus Indien sowie Blattgold schmueckten die Waende und Decken der 360 Raeume. Heute sind nach einer Pluenderung hier leider nur mehr leere Raeume zu sehen.

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Wir bezahlen den Eintritt auch fuer die dazugehoerige Moschee, vor der sich aber nur eine aeusserst strenge beleibte Waerterin aufhaelt, die das Fotografierverbot der Kanzel (Minbar “ hier haelt der Imam die Predigt bei den Freitagsgebeten) auf das allerschaerfste kontrolliert.

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Irgendwo muss ja die Eintrittsgebuehr von 2 Euro gerechtfertigt werden. 1 Euro kostet das Spazierengehen im vollstaendig zerstoerten Palais und 1 Euro teilt sich wohl die strenge Waerterin des Fotografierverbots mit dem Kontrolleur der Eintrittskarte fuer besagte Moschee.

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Es ist schon wieder nach Mittag und der Muezzin ruft zum Gebet und unser Magen nach Getraenken und Labung. Heute kann ich Michi zu einem Essen – mehr oder weniger auf der Strasse – ueberreden. Hier essen fast nur Einheimische und es schmeckt uns “fast“ noch besser als gestern im Nobellokal. Trotzdem zahlen wir nicht einmal die Haelfte.

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Heute besuchen wir auch die etwas aermlicheren Souks von Marrakech. Wir fragen uns – wie schon gestern “ wie es hier wohl bei Regen ausschaut.

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In dieser Gasse kommen wir auch bei den Baedern, den Hammams vorbei “ getrennt fuer Femmes und Hommes. Vielleicht komme ich einmal in den Genuss eines solchen Sauna-Bad-Massage Besuches.

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Die Koutoubia-Moschee darf auch von Nichtmuslime besichtigt werden. Auf den Turm duerfen allerdings nur glauebige Muslime. Das Minarett ist das hoechste Bauwerk der Stadt.

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In diesem Gebetssaal finden 20.000 Glaeubige Platz. Die weissen Saeulen mit den Hufeisenbogen und das Muster am Boden schaffen eine beeindruckende Perspektive. Es herrscht zwar kein Fotografierverbot, aber der Respekt vor den Betenden verbietet mir weitere Fotos.

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Die urspruengliche Moschee wurde auf Befehl des Almohaden-Herrschers Abdel abgerissen. Der Grund dafuer war, dass die Mauern nicht exakt nach Mekka ausgerichtet waren. Ihre Fundamente sind noch immer zu sehen.

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Ein letzter Spaziergang fuehrt uns ueber den Place Jemaa el-Fna – vorbei an den Affendompteuren, Schlangenbeschwoerern, Schaustellern, Wahrsagern – die alle fuer ein Foto unverschaemt viel Dirham verlangen, aber meist nicht kriegen.

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Unsere “Touristenabgabe“ geben wir den historischen Wasserverkaeufern, die auch heute noch mit Wasser ihr “Brot“ verdienen.

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