Gehe zu: Hauptmenü | Abschnittsmenü | Beitrag

Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
M D M D F S S
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  

Archiv

Privat

Mazara del Vallo

Keine andere Stadt Siziliens hat eine so intensive Bindung an Afrika wie Mazara del Vallo. Die Stadt besaß einst den größten Fischereihafen Italiens, davon ist leider heute nichts mehr zu sehen.

Die Flotte ist ziemlich geschrumpft und wir finden einen super Platz für unser Womo am Hafen und staunen über die angespülten Algenbällchen, von denen wir vorerst nicht wissen, was das ist bzw. aus was die Kugeln bestehen.

Ein Einheimischer, der schon seit langer Zeit in Deutschland lebt, erklärt uns, dass diese Seegraskugeln (auch Neptunbälle genannt) auf dem Meeresgrund entstehen und an Land gespült werden.

Sie sind flockig leicht und erinnern an Filzkugeln. Angeblich sollen sie nur in Sizilien vorkommen.


Es gibt überhaupt keine Schwierigkeiten, mit Einheimischen bzw. mit anderen Touristen (die sehr spärlich vertreten sind) in Kontakt zu kommen. Jeder freut sich, uns einen Ratschlag bzw. einen Tipp zu geben, wo es Sehenswürdigkeiten zu sehen gibt.



Das traditionell hauptsächlich von Nordafrikanern bewohnte Viertel hat schon orientalisches Flair, aus manchen Häusern klingt arabische Musik und die Gefahr, die Orientierung zu verlieren, ist in der Kasbah besonders hoch.

In den engen Gassen spiegelt sich die Kunst der Keramikhersteller wider.

Ein weiterer Tipp des Einheimischen namens Francesco, war, dass wir das Teatro Comunale besuchen „müssen“. Aus Beständen von ausrangierten alten Fischerbooten wurde dieses Theater ursprünglich erbaut und ist seit 2011 wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Ich bin noch heute von dem Geruch des Holzes begeistert und auch von dem gesamten Bauwerk.

Leider habe ich vergessen, wie diese verfallene Kirche heißt, aber allein der Anblick bzw. Ausblick aus dem Gebäude ist überwältigend.

Wie Michi hier so schön verdeutlicht, ist er sehr froh, nicht mit unserem Wohnmobil in der Innenstadt unterwegs sein zu müssen.

Eigentlich wollen wir bleiben, aber irgendwie sind wir nach dem köstlichen Mahl (Couscous mit Fischvariationen und Pasta mit Sarde) noch so unternehmungslustig, dass wir den nächsten (ganzjährig geöffneten Stellplatz in Marsala) anfahren. Wie es sich erweist, leider ohne Erfolg. Aber davon morgen mehr….