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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Museo Archeologico di Agrigento

Die Sonne strahlt vom Himmel und es ist recht frisch (da auch sehr windig). Nichts desto trotz oder gerade deshalb, sind wir wieder unterwegs und wollen heute das Museum und die angrenzende schachbrettartige römische Ausgrabung besichtigen.

Auf ca. 1 Hektar erstreckt sich das Hellenistisch-Römische Wohnquartier mit Resten von Wasserleitungen und Kanalisation.

Die Atriumhäuser mit ihren noch immer gut erhaltenen Fußbodenmosaiken waren vom 4. Jhdt. v. Chr. bis ins 1. Jhdt. bewohnt.


Es gibt sicherlich noch für viele Jahre interessante Ausgrabungen und diese junge Mitarbeiterin des Museums ist gerade dabei, einzelne Stücke zu reinigen und zu katalogisieren. Sie scheint gerade einen griechischen Müllkübel entdeckt zu haben.

Es ist Mittagszeit und wir sind die Einzigen im weiten Ausgrabungsgelände. Es dauert nicht lange und wir werden von den lustigen Museumsangstellten zu ihrem einfachen, aber köstlichen Mittagsmahl eingeladen.


Bratwürstel gegrillt, in einer – so scheint es „historischen Scheibtruhe“, weil noch ohne Rad – werden in einem genial schmeckenden Maisbrot eingeklemmt und mit Genuss gegessen. Dazu gibt es Rotwein aus einer richtigen 0,7 l Glasflasche – bis zum Abwinken, (die können leben, die Museumsbrüder!).

Die Gastfreundlichkeit kennt keine Grenzen. Wir werden immer wieder überrascht, wie schnell ein Kontakt zustande kommt – wenn man es nur zulässt. Wir unterhalten uns bestens und das Gelächter schallt bis zum nahe liegenden Museumsgebäude.

Mit Küsschen rechts bei Antonio und links bei Paolo verabschiede ich mich – Michi mit einem „ciao e civediamo“ und leiser: „bist du fertig!“. Ich allerdings glaube, auch deren wohlverdiente Mittagspause ist recht kurzweilig gewesen. „Morgen gibt’s Fisch!“ haben sie uns noch nachgerufen! Ihr seid herzlichst dazu eingeladen.

Das Archäologische Museum ist unbedingt empfehlenswert. Hier befindet sich auch das Ekklesiasterion (4./3. Jhdt. v. Chr.), eine theaterförmige Anlage, in der damals die Volksversammlung tagte.

In chronologischer Reihenfolge sind die Funde aus Agrigento und Umgebung zu sehen.


Die aus Fragmenten rekonstruierte Schale stammt aus dem 7. Jhdt. vor Chr. und überliefert eine der ältesten Darstellungen des Dreibeinmotivs, der Triskele, der Flagge Siziliens.

Das Original des Giganten vom Zeustempel ist hier ebenfalls zu sehen und führt uns die Ausmaße vor Augen. Maria ist leider nicht am Bild, sie ginge diesem „Telamon“ aber immerhin bis zum schlanken Knöchel!

Momentan beginnt auch die Zeit der Mimosen Blüte. Wieder gelb-grün – vor blauem Hintergrund.

Mit einem Wort: grauslich! (sagt Michi, immer noch beschwingt!)