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Logbuch der SY Shalimardue

September 2019
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Privat

Nach dem Sturm ist vor dem Sturm

Die größte Gewitterzelle, eine Superzelle, die jemals über die Adria gezogen ist, hat viele Schäden angerichtet. In Italien und Griechenland sind leider sogar einige Tote zu beklagen. Zum Glück ist sie an uns und der Bucht Soline auf Pasman außen vorbei gezogen. Viele Blitze und der anhaltende Donner und ein wenig Starkwind waren aber auch hier zu spüren.

Wir bleiben einen Tag am Schiff und erst am nächsten Tag gibt es für Michi ein kaltes Bier und einen Tintenfischsalat bei Silvana. Heute lernen wir drei Italiener aus Pesaro kennen, mit denen wir voll auf italienisch abratschen. Michi fährt anschließend noch zu denen aufs Schiff, um ihnen den Wetterbericht für morgen zu zeigen, da sie leider kein Internet haben.

Nach drei Tagen in der Soline wollen wir weiter. Hier war ein guter Platz, um die Unwetter der letzten Tage abzuwettern. Zuerst wird in Zaglav getankt, dann motoren und segeln wir weiter bis Ilovik.

Ein Bergeschiff aus Pula kommt uns entgegen. Wir sehen auf Facebook, dass dieses Bergeschiff auch hier ein oder mehrere Boote von den Klippen gepflückt hat.

In Ilovik gehen wir an die Boje, aber nicht an Land. Wir essen am Schiff und werden mitten in der Nacht geweckt, als die Boje immer wieder an unseren Rumpf klopft. Strömung und Wind sind hier leider meist unterschiedlich.

Am frühen Morgen zieht es uns weiter. Wir wollen Richtung Norden – nach Grado und Aquileia. Heute haben wir keine Ahnung, wie weit es uns verschlagen wird. Bereits um 06 Uhr früh sind schon einige Katamarane unterwegs, die uns entgegenkommen und überholen. Zuerst ist gepflegtes Spiegeleis.

Auch treffen wir in der Nähe von Ist eine Gruppe Paddler. Die werde ich nie verstehen. Weit weg vom Land, irgendwo in der Nähe von einer Insel – aber ohne Schiffsbegleitung.

Natürlich gibt es auch heute wieder viele Motorboote und Linienschiffe, die Wellen verursachen und kleinere Boote extrem zum Wackeln bringen. Über den Kvarner herrscht heute Windstille. Ab dem Leuchtturm Porer gibt es eine Strömung mit mindestens 1 Knoten gegenan und starker Welle von vorne. Wir setzen die Segel und innerhalb weniger Minuten frischt der Wind auf. Die Welle von vorne macht es uns schwer, in Schwung zu kommen.

Wir beschließen unsere Segel kurz vor der Bucht Veruda zu bergen und an eine Boje zu gehen. Es gibt ein hervorragendes Mittagessen von der „kochenden Bordfrau“ (von mir) und wir freuen uns über die vielen „Optis“, die während einer Regatta im Bojenfeld gegeneinander kämpfen.