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Logbuch der SY Shalimardue



Juli 2018
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Privat

Neuland erkunden – am Seeweg von Loviste nach Brac (Luka)

Die Zeit ist reif für Veränderung. Wir überlegen, im Fischerstädchen Sucuraj (ganz im Osten der Insel Brac) vor Anker zu gehen. Der kleine Hafen hat aber nur Moorings (für uns als Cat gilt doppelter Preis) und außerdem fährt die Fähre mehrmals täglich in die kleine Bucht rein. Schwell und Mooring sind für uns ein Greuel, noch dazu bei dem Preis. So beschließen wir weiter zu motoren, da der Wind eine Schnaufpause einlegt  und nicht auf unserer Seite ist.

Um die Ostspitze von Brac herum motoren wir in den Makarska Kanal, wo wir beide noch nie waren. Die Orte in dem Kanal haben alle ein Pedant hoch oben am Berg, wo auch meist die alte Kirche steht. Piratenüberfälle der wilden maritimen Vergangenheit machten dies notwendig. Plan B von Michi lautet: wir gehen vor Anker in der Bucht Luka, einem tief in die Insel Brac einschneidenden Fjord – mit zwei Lokalen.

Der Wirt von der Konoba Rojen erwartet uns schon mit seinem Boot und einer Boje in der Hand und sagt, dass es gleich viel kostet, ob wir hier an der Boje liegen oder vor Anker. Okay, dann halt wieder Boje. Wir testen die Küche und sind einer Meinung, der Hopotnica Salat (Tintenfisch Salat) ist nicht nur hervorragend abgemacht, sondern so eine große Portion haben wir im heurigen Jahr um den Preis noch nie bekommen. Beinahe hätten wir für den köstlichen Tunfischaufstrich keinen Platz mehr  gehabt – ging aber gerade noch.

Direkt neben dem Tisch sehe ich plötzlich zwei winzig kleine Schildkröten, die sich an einem Tomatenstück sattessen. Bald darauf kommt auch noch die Mutter vorbei stolziert, frisst einige Salatblätter und Michi wundert sich, wo denn wohl der stolze Vater bleibt. Dieser bleibt jedoch verschollen – wahrscheinlich die Bälge einer Zufallsbekanntschaft – oder so.

Das zweite Lokal in dieser Bucht nennt sich Pipo und wird fast ausschließlich von Riesenyachten angelaufen. Ein Nobelhobel neben dem anderen. Zwei Personen auf einem Charterschiff mit 68 Fuß und das mit drei devoten Angestellten.  Wir sind diesmal das kleinste Schifferl in der Bucht – und das ruhigste – alle anderen lassen die Generatoren die ganze Nacht laufen. Die vielen Klimaanlagen und Kühlschränke brauchen viel elektrischen Saft.

Morgen geht es weiter nach Vinisce und da wollen wir wieder einige Tage bleiben.