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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Privat

Nockalmstraße und das Haus des Staunens in der Künstlerstadt Gmünd

35 Kilometer Naturgenuss verspricht der Prospekt, den wir an der Mautstelle der Nockalmstraße erhalten. Urige Hütten mit noch urigeren Hüttenwirten laden zum Verweilen ein. Abgesehen davon fordere ich immer wieder eine Fotopause ein.

Heute ist der letzte Tag im heurigen Jahr, die kurvenreiche Strecke mit ihren 52 Kehren zu befahren. Das Wetter ist besonders schön, der ideale Tag für diese Tour. Viele Kurven haben einen prominenten Paten, aber nicht alle. Wir empfehlen unseren Freund Hans, sich doch als freiwilliger Pate zu melden, stoßen aber noch auf taube Ohren.

Die einzigen „Murmalan“ (Murmeltiere) stellen sich recht hölzern als Fotomodells an, aber was soll man machen, wir sind spät in der Zeit.

Die Farbenpracht erinnert mich an Fotos vom Indian Summer in Kanada, aber meine beiden Begleiter vermissen den berühmten roten Farbton. Ich bin auch so begeistert von dem Glühen in der Natur.

Ein Ausflug in die grandiose Naturlandschaft mit Seen und Wäldern bei fast wolkenlosem Himmel und einer für Ende Oktober unüblichen Temperatur wird außer uns noch von vielen anderen Auto- bzw. Motorradfahrern genutzt.





Eine weitere Faszination im Herzen der Nockberge ist das Karlbad. Die Wirtin verwöhnt nicht nur die Tagesgäste mit deftiger Hausmannskost und typischen Kärntner Gerichten, sondern es können auch Kurgäste die Erholung wie in längst vergangenen Tagen genießen.

Im urig gemauerten Baderaum befinden sich die aus mächtigen Lärchenstämmen gehöhlten Tröge. Darin wartet das von rotglühenden Kugelsteinen auf 35 – 40 Grad erhitzte schwefel- und eisenhaltige Wasser auf seine Kurgäste. Schon viele Promis – wie Kaiser Karl – sollen hier schon Erholung von ihren diversen Zimperlein gesucht haben. Wir lassen uns natürlich nur kulinarisch verwöhnen.

In Gmünd machen wir noch einen kurzen Boxenstopp. Im „Haus des Staunens“ am Hauptplatz ist für heuer auch der letzte Besuchstag. Das spornt uns natürlich an, dies heute auch noch zu besuchen.




Eine interaktive Erlebniswelt ermöglicht einen spielerischen Wahrnehmungszugang in die Welt der Musik, der Farben, Formen und Bewegungen.


Mit den Augen hören – mit den Ohren sehen – und auf einmal komm ich drauf, dass meine Musiklehrerin vor 50 Jahren den größten Fehler gemacht hat, als sie gesagt hat: Maria, in die letzte Reihe und nur den Mund bewegen, ja nicht singen. Im gemeinschaftlichen Musikspiel kann sogar ich eine Harmonie erkennen. Trotz meines Harfenspiels…


Den Abend lassen wir dann mit gemeinsamen Freunden ausklingen, morgen ist Hans schon auf dem Weg nach Wien und über Spanien, Paris, Mauritius, Madagaskar, Komoreninseln und La Réunion weiter auf seiner Heimfahrt nach Australien.