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Logbuch der SY Shalimardue



Oktober 2018
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Privat

On the road again

Knappe 2 Wochen sind wir nun in Villach und Aquileia (abwechselnd). Der Temperaturunterschied zwischen Sri Lanka/Indien und daheim ist enorm. Zwischendurch kommt auch schon der Frühling ein wenig zum Vorschein – aber nur sehr wenig. Der Schnee taut etwas schneller weg.

Unser Schneck hatte einen winterlichen Turbolader Schaden, der aber rechtzeitig repariert werden konnte. Michi hat auch noch unseren Roller kontrolliert. Bei diesen Temperaturen – auch in Aquileia hatte es einige Minusgrade – hat sich die 5 Jahre alte Batterie verabschiedet. Sie wird erneuert. So kann es schon am Samstag Richtung Sizilien losgehen. Nach 650 Kilometer stressfreier Fahrt kommen wir in Termoli an. Wir machen einen Stadtspaziergang durch die Altstadt und lassen uns in einer neu eröffneten Hafenkneipe verwöhnen. Besonders in Hafenkneipen denken wir gerne an Freunde, die nicht mehr unter uns sind und wir trinken ein zusätzliches Achterl auf die, die gerne dabei gewesen wären.

Bei fast strahlendem Sonnenschein geht es am frühen Morgen über einige „angesagte“ Umwege wieder auf die Autobahn. Ich habe Michi überredet, nicht dem Navi zu folgen, sondern der grünen Autobahntafel – so lernen wir die Stadt kennen. Zuerst landen wir am Friedhof, dann in der Pampa, drehen um und kommen schlussendlich auf die richtige Straße, nur mit mindestens 10 Kilometer mehr.

Unterwegs beginnt es leicht zu regnen, dann ordentlich zu schütten. Am Ziel – Camping Onda Azzurra in Corigliano – stehen wir dann vor verschlossener Tür. Sonntag Nachmittag geschlossen. Der Wirt vom Campingrestaurant gibt mir seinen Schlüssel und so kann Michi wenigstens herein fahren. Er ruft auch noch den Campingwart an, damit er uns den Strom freischaltet.

Wir beschließen, erst wieder weiter zu fahren, wenn uns die Sonne auf das Auto scheint. Auf der Straße von Messina sind Windspitzen von 48 Knoten angesagt. Ob dann die Fähre überhaupt loslegt, ist eine andere Sache. Außerdem haben wir ja Zeit. Im Lokal fällt Michi ein spitzes Messer hinunter und um es aufzufangen, schloss er blitzschnell seine Beine. Das Messer war gerade in einer waagrechten Flugphase unterwegs und so bohrte es sich tief in seinen Oberschenkel. Meine Bemerkung, er soll sich nicht so anstellen wurde durch rhythmisches Blutgespritze widerlegt. Er brauchte einen Druckverband, weil das Kinderpflaster vom Wirt nicht wirklich half. Jetzt sind wir ein Lazarett-Wohnmobil mit einem lästigen Kranken. Nach 24 Stunden hat es auch aufgehört zu bluten. WIR sind am Wege der Besserung.