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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
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Orvieto und Orvieto classico

Zwei gute Gruende ziehen uns in das umbrische Staedtchen Orvieto. Wir haben gelesen, dass es einen wunderschoenen, mit Marmor verkleideten Dom und auch einen koestlichen Weisswein namens Orvieto classico gibt. Die Reihenfolge ist rein zufaellig dahingetippt.

Orvieto.jpg

Orvieto classico.jpg

Mit einem “funicolare“ (das ist ein Schraegaufzug), fahren wir gleich hoch in die Altstadt. Es ist schon relativ spaet am Abend und so sehen wir zuerst nicht, dass unser Stellplatz (der einzige fuer uns Camper), direkt am Bahnhof “ zwischen zwei Gleisen “ liegt. “Alle Zuege fahren nach Rom“ meint Michi und fragt sich sogleich weiter, warum gerade alle heute hier vorbei muessen. Es wird eine unruhige Nacht. (Eisenbahnpensionisten vertragen wohl KEINEN Zug!!)

unruhiger Standplatz.jpg

Nach einem flotten Umtrunk mit kleinen Koestlichkeiten duesen wir mit dem Bus (eigens fuer diese engen Gassen verschmaelert) zurueck zur Schraegbahn. Bis nach 24 Uhr herrscht sehr viel Verkehr auf der Bahnstrecke von und nach Rom.

in engen Gassen unterwegs.jpg

Der Dom von Orvieto ist eines der schoensten Bauwerke der italienischen Gotik. Die Fassade erinnert an den Dom von Siena. Fuer die Capella Nuova (rechts) und die Capella del Corporale (links) ist jeweils zusaetzlich ein Besichtigungs-entgelt (sprich Eintritt) zu entrichten. Das Bildnis unten erinnert an uns, als wir vorige Woche erfuhren, dass unser Auto abgeschleppt wurde “ oder so etwas Aehnliches.

Dom Santa Maria.jpg

Zweimal pro Woche findet auf der Piazza del Popolo der Markttag statt. Der angrenzende wuchtige Tuffsteinblock ist der Palazzo del Popolo aus dem 13. Jahrhundert.

Marktplatz Piazza del Popolo.jpg

Waehrend ich die 170 Stufen auf den Uhrturm hinauf (und hinunter) schnaufe und oben die herrliche Aussicht geniesse, erfrischt sich Michi in einer kleinen Bar und geniesst die ebenfalls nicht uninteressanten Ausblicke.

Ausblick vom Uhrturm.jpg

Warten auf Maria.jpg

In Orvieto gibt es mehrere sehr gute Restaurants und dieses Lokal (der Fuchs mit den Weintrauben) ist zwar kein Geheimtipp mehr, aber noch immer eine gute Empfehlung.

gutes Speiselokal.jpg

Von der Bergstation der Seilbahn geht es hinunter zum Brunnen Pozzo di San Patrizio. In den 62 m tiefen Schacht fuehrt eine doppelte Wendeltreppe, so, dass sich die ab – und aufsteigenden Esel nicht behinderten. Heute duerfen zahlende Touristen diesen Weg nehmen. Selbstverstaendlich entrichtete auch ich freiwillig diesen Obolus und schnaufte wieder so ca. 600 Stufen hinab und retour. (Michi bewacht inzwischen sein Bier. Brunnen, sagt er, kennt er schon).

doppelte Wendeltreppe.jpg

In dieser Gegend gibt es sicherlich viele Wildschweine. Einige davon haben den Herbst leider nicht ueberlebt und werden in Form von Salami, Schinken und Pasteten, sowie Gulasch usw. von den vielen Hungrigen und “Glustigen“ verspeist.

Wildschweingegend.jpg

Orvieto, das auf einem wie eine Insel aus dem Paglia-Tal aufragenden Tuffsteinplateau liegt, bietet, von welcher Seite man auch kommt oder den Ort wieder verlaesst, ein imposantes und unvergessliches Bild.

auf Wiedersehen in Orvieto.jpg