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Logbuch der SY Shalimardue

August 2021
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Privat

Aquileia – Villach – Aquileia

Wir haben in der Marina einige gute Freunde und das schon seit vielen Jahren. Eva und Viktor kaufen von Michi das dritte Buch seiner Schottischen-Trilogie und freuen sich schon aufs Lesen. Wir genießen gemeinsam ein Glaserl Cuore vom Weingut Bortolosso.

Ein Nutria (Bisamratte) schwimmt in dem Kanal neben der Marina. Von dem wiederum viele Felder in der Nähe mit Wasser versorgt werden. Die Bisamratten durchlöchern die Seitenwände der Kanäle und bauen ihre Behausungen genau dort und sind daher bei den Bauern eher nicht so wirklich beliebt.

Er scheint hungrig nach Grünzeug zu sein - wie eingeschworene Pflanzenfresser wie er - also Veganer so sind. Bei uns gibt’s Frühstück von mir und Mittagessen von Michi. Allerdings ist weder das eine noch das andere für Veganer geeignet.

Von Samstag auf Sonntag kommen Nadine und Paul und Mathe mit ihren Vespas zu uns in die neue Wohnung. Sie sind Vorstandsmitglieder und Fahrer der Motorradgang „A Achtale“, was zart auf den Hubraum der Vespa-Geschosse hinweist. Wir dürfen mit unserem 300er Roller auch ohne „Kutte“ mit der Gang mitfahren und führen sie zur Traube – einer Frasca in Aquileia, die eigentlich Bacco Ubriaco (der besoffene Bachus) heißt, wo wir kulinarisch und mit gutem bodenständigen Wein verwöhnt werden.

Zwei Blesshühner mit acht Jungen schwimmen bei uns in der Marina herum und hoffen, dass sie gefüttert werden.

Am Sonntag essen wir mit der Jugend im Da Nettuno und ich genieße nach langer Zeit wieder mal eine Riesenportion Cozze.

Unser Lieblingsweinbauer vom Weingut „Terre di Grazia“ will auch das letzte Buch von Michis Trilogie lesen bzw. seiner Bibliothek als besonderes Schmuckstück hinzufügen. Der Autor liefert persönlich das Buch zu Roberto und will ihm gleich das Buch an Ort und Stelle übersetzen - was kläglich misslingt.

Michi versucht sich wieder mal an einer marokkanische Tajine, die uns beiden hervorragend mundet.

Mittwoch früh bis Donnerstag Mittag sind wir in Villach und spazieren mit Inge zu Dimi, unserem Lieblingsgriechen. Wir werden nach dem hervorragenden Essen mit einem Ouzo verwöhnt. An der Drau beginnt ab Juli ein Farben-Wasserspiel. Heute sehen wir nur den Probelauf und das Wasser in den Himmel spritzen.

Wieder daheim in Aquileia. Die Blumen auf unserer neuen Terrasse werden von vielen Bienen, Hummel und Wespen besucht und ich erwische sie manchmal mit der Kamera.

Von unserem italienischen Freund Luciano habe ich erfahren, dass man einen Maulbeerbaum-Blättertee machen kann, der auch sehr, sehr gesund ist. Er schmeckt mir himmlisch.

Diesmal sehe ich 2 Vierklee, aber ich pflücke sie nicht, sondern lasse sie weiter wachsen.

Beim Nachbarn wächst auf der Terrasse Lavendel und es gibt so viele Schmetterlinge, die in ihrer Naschsucht vorbei kommen.

Wir fahren immer wieder mal mit unserem Mopale zu den Buschenschanken in der Nähe – aber auch zu den etwas entfernteren, aber es ist angenehmer, da es etwas kühler ist als im Auto.

Susanne kommt bei uns vorbei, weil Michi ihr das Moped vom Voreigner unserer Wohnung versprochen hat. Leider gibt es unüberwindliche Schwierigkeiten bei der Anmeldung in Deutschland. Es war trotzdem ein netter analoger Besuch einer Facebook-Freundin, die wir schon lange aus dem Internet kennen. So bekommt das Moped eben ein Junge, der am Acker seiner Eltern herum düsen will.

Endlich wieder habe ich Bio-Zitronen gekauft und mir einen Limoncello zubereitet.

Heute fahren wir mit unserem Roller zur Buschenschank „La Corta“, wo aber heute leider der Pfau seine Federrad nicht zur Schau stellt. Michi vermutet, dass er endlich herausgefunden hat, dass die eventuellen Bewunderinnen seiner Darbietung alles nur blöde Hühner sind.

Wir sind am Rückweg von der Buschenschank „zur Traube – bacco ubriaco“ und Michi bremst plötzlich ab und bittet mich, dass ich die Schildkröte rette und sie von der Straße bringe. Wir machen noch schnell eine Fotostrecke mit ihr und lassen sie wieder in den Straßengraben entwischen. Es war eine Sumpfschildkröte auf der Suche nach einem Sumpf – den es hier nicht gibt.

Den Montag und Dienstag verbringen wir mit unseren Freunden Uschi und Kurt aus Villach. Wir freuen uns, sie wieder zu sehen.

eingetragen am 1. Juli 2021