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Logbuch der SY Shalimardue

November 2020
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Privat

Palermo – Kultur und Marktbesuch

Heute ist Kultur und Markt angesagt. Der Palazzo dei Normanni (auch Palazzo Reale genannt) wurde von den Arabern im 9. Jhdt. als prunkvolles Schloss errichtet.

Unter dem Stauferkaiser Friedrich II. wurde er zum Schmelztiegel orientalischer und westlicher Kunst und Wissenschaft. Sein Großvater Roger II. ließ eine zweigeschossige Privatkapelle, die Cappella Palatina (1140) – in schier märchenhafter Pracht – errichten.


Heute ist der Palast Sitz des sizilianischen Parlaments. Die verschiedenen Säle, auch jene, in denen das Parlament tagt, sind zugänglich – allerdings wieder mal mit dem bei mir so „beliebten“ absoluten Fotografierverbot belegt.

Während des Gottesdienstes ist kein Eintritt in die Cattedrale Maria Santissima Assunta, dem größten Sakralbau Palermos, möglich.

Deshalb dürfen wir nur den Seitengang benützen und von dort leise zu den Königsgräbern der normannischen und staufischen Dynastie gehen. Michi freut sich schon lange darauf, diesem Friedrich II einen Besuch abzustatten. Wir haben schon viel von ihm gelesen!

Der Eintritt mit 1,50 pro Person ist wahrlich nicht teuer, aber ich möchte nur wissen, wie beim Fiskus die zweite Person versteuert wird.


Für heute haben wir genug von Geschichte. Mehr oder weniger durch Zufall landen wir beim Mercato Ballaro‘. Ein bunter und pittoresker Markt, wo auch am Sonntag viel Obst und Gemüse angeboten wird.


Es gibt auch einen Second-Hand-Abschnitt. Mir fällt dazu leider nur Ramsch ein. Michi freut sich über die vielen und kostbaren „Antiquitäten“. Hier treffen sich sämtliche Nationalitäten beim Kauf und Verkauf.

Die Fischabteilung (sprich: Stand neben Stand) hat es uns – eh klar – angetan. Von den Preisen sind wir mehr als begeistert. Ein Gewimmel und Geschrei – ich liebe diese Märkte und könnte ewig dort verweilen. Ein Kilo Fisch kostet u. a. einen Euro und die frischesten Garnelen gibt es um 8 Euro!


Irgendwann nähern wir uns dann aber doch dem Ende des über mehrere Straßen stattfindenden Marktes und marschieren durch die Slums wieder zum Corso Vittorio Emanuele II. Heute ist Sonntag, aber überall dürfte es auch der Waschtag sein.

Von der „Chiesa del Gesu'“ haben wir schon gelesen und natürlich kann ich nicht daran vorbei gehen. 1943 wurde das Bauwerk durch Bombenangriffe schwer beschädigt (wie auch sonst viele Gebäude hier in Palermo), jedoch anschließend wieder aufwändig restauriert.

Michi fallen natürlich die diversen Statuen aus Marmor auf, ebenso die Mimik, die Proportionen und vieles mehr!

Durch die „Porta Nuova“ gelangt man auf den Corso Vittorio Emanuele, die Prachtstraße von Palermo und diese wiederum endet am Hafen bei diesem interessanten Gebäude.

Gleich nebenan ist eine Marina mit einem Spitzenlokal, von wo aus man einen herrlichen Ausblick auf die Boote hat. Der Salat mit Fenchel, Rucola sowie Blut- und normalen Orangen war einfach nur himmlisch! Michis Geschmacksnerven jodelten vor lauter GUUUUT!

Nach dem Essen hätte ich auch gern so ein Päuschen eingelegt. Obwohl wir heute stolze Besitzer von 4 Buskarten sind, finden wir leider keinen Bus, der uns auch nur in die Nähe unseres Schnecks bringen würde. Sonntags fahren eben nicht alle Busse. So ist wieder mal ein langer, langer Verdauungsspaziergang angesagt.

Während andere schlafend auf Kundschaft lauern!!