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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Privat

Private Weinverkostung im Weingut

Ich habe mich selbst eingeladen zur Besichtigung des Weinguts “Cantina Collesole“ von Anna Rita Antinori (www.collesole.it). Nicht wissend, dass es erstens wegen Ferragosto (alles geschlossen) keine Degustation gibt. Zweitens befindet sich das Anwesen nicht in unmittelbarer Naehe zum Agriturismo Poggio delle Civitelle, wo ich gerade “urlaube“.

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Drittens muessen wir mit zwei Autos mehr als 20 km in die Gegend von Montefalco fahren, da Silvia “ die Juniorchefin und Weinkennerin “ anschliessend noch was zu erledigen hat. Die Rueckfahrt gelingt mir dank meines Navis “fast“ fehlerfrei.

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Das Weingut ist riesig. Ebenso der Wortschwall, mit dem mir Silvia und ihre Tante auf Italienisch die Besonderheiten des “Sagrantino“ erklaeren. Ich verstehe vermutlich nur die Haelfte, aber es reicht, um nun zu wissen, dass die Sagrantino – Traube eine der besten autochthonen italienischen Rotwein “Rebsorten ist und das DOCG Garantiesiegel (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) tragen duerfen.

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An einem Tag koennen von vier Mitarbeitern 1.500 Flaschen abgefuellt werden.. Der Wein kann beim Kaeufer ca. 4 – 8 Jahre gelagert werden. Vorher lagert er im Weingut 2 “ 3 Jahre in riesigen (15.000 l) Weinfaessern aus Nirosta. Nur eine geringe Menge wird in Holzfaessern gelagert, um das typische Barriquearoma zu erhalten.

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„Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken“, dies wusste nicht nur Johann Wolfgang von Goethe, vielmehr weiss man das auch in der Region des “Sagrantino“ “ ich aber auch.

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Das Sagrantino-Gebiet erstreckt sich von Collemancio nahe Torgiano im Norden ueber Assisi und Montefalco bis Spoleto im Sueden. Typisch ist sein dunkles Granatrot und sein eigenwilliger Duft, der leicht an Veilchen sowie an Brombeeren erinnern soll. Ich kann leider nur sagen: es ist roter Wein, der mir schmeckt.

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Es gibt zwar auch einen Weisswein, aber da kenn ich mich noch weniger aus als bei den Rotweinen. Unter fachkundiger Beratung verkoste ich zuerst den “Rosso dell“ Umbria“, der aus verschiedenen Teilen der Sagrantino-, Sangiovese- und Merlot-Traube besteht. Danach folgt der “Montefalco Rosso“ (der mir schon besser mundet). Mein absoluter Favorit ist der vollmundige “Sagrantino di Montefalco“.

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Den Abschluss meiner Degustation bildet der alkoholstarke und suesse „Sagrantino passito“. Dieser Dessertwein ist ebenfalls nicht mein Geschmack. Ich bevorzuge trockene Rotweine (am liebsten in Barrique).

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Mein “ungewollter“ Umweg fuehrt mich noch in eine kleine Ortschaft namens Limigiano. Die Aussicht von hoch am Huegel hat es mir wieder angetan und sogleich komme ich auch mit den Einwohnern zum Ratschen. Ich muesse mir auch unbedingt die romanische Kirche San Michele Arcangelo ansehen und der Herr mit Hund geht sofort los und holt den Schluessel, um mir das Kirchentor zu oeffnen. Vermutlich hat sich schon lange niemand mehr in dieses mittelalterliche Dorf verirrt.

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