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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Privat

Regenschicht in Ounagha

Je weiter wir Richtung Norden kommen, desto kaelter wird es. Fuer die naechsten beiden Tage ist Regen angesagt und wir beschliessen, einen Zwischenstopp in Ounagha einzulegen.

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Dieses Nest ist touristisch absolut unberuehrt und nirgends haben wir so viele Esel- bzw. Pferdekarren gesehen. Es gibt wohl auch Autos, aber als Lasten “ und Menschentransporter wird noch immer die eine Pferde- bzw. Eselstaerke verwendet.

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Nicht nur mein neues Outfit vom Souk in Essaouira waermt mich, sondern der nun immer mehr “geliebte“ Pfefferminztee. Das Kuehlen des Tees habe ich mir von den Einheimischen abgeschaut, leider habe ich den Wind komplett unterschaetzt. Ein grosser Teil landet auf dem Tablett.

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In diesem verschlafenen Ort machen wir eine erstaunliche Erfahrung. Wir sitzen inmitten von Einheimischen sowie einer Gruppe von Polizisten, die ihre Mittagspause in diesem Lokal verbringen. Nach dem Essen raeumt nicht der Kellner den Tisch ab, sondern die Aermsten der Armen duerfen die Reste vom Fleisch und Brot mitnehmen und auch den verbliebenen Tee austrinken.

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Waehrend der Nacht erhaelt unser Wohnmobil eine Extrawaesche. Es schuettet wie aus Kuebeln. Um 5 Uhr weckt uns der Muezzin, der offensichtlich nach Sidi Kaouki gepilgert war, mit seiner kraeftigen und lauten Singstimme. Auch bei Tag regnet es immer wieder und wir nuetzen eine Regenpause, um die wenigen Meter vom Campingplatz zum Grillstand zu spazieren.

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Zuerst bestellen wir eine Art Kebab. In der nur 2 Meter entfernten Fleischerei wird das Faschierte frisch zubereitet. Der Koch wuerzt es, verfeinert das Ganze mit viel Zwiebel und Tomaten und legt es auf den Grill vor der Huette. Ein Fladenbrot (in der Groesse eines Tellers) wird teilweise aufgeschnitten und mit dem Fleisch und zusaetzlich Koriander und Zitrone und Arganoel gefuellt. Danach bekommen wir noch vier gegrillte Lammkoteletts als Draufgabe.

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Was wir auf unseren Reisen auch so lieben ist, dass wir immer wieder Bekanntschaft mit vielen netten Leuten machen. Diesmal kommen Inge aus Vorarlberg und ihr italienischer Mann Gerardo zu uns auf Besuch. Es wird wieder ein lustiger Nachmittag und dabei hat auch der Ur-Vorarlberger Dialekt mit italienischer Aussprache viel mit dazu beigetragen. Babylon im Niemandsland. Gerado ist auch Schnapsbrenner und hat daher viel eigenen Stoff mitgehabt. Nach 3 Monaten Marokko ist aber auch er “trocken“, so vernichten wir die restlichen Vorraete.

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