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Logbuch der SY Shalimardue

Oktober 2020
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Privat

Rosslyn Chapel und der Nationalpark von „Loch Lomond and the Trossachs“

Wir sind heute auf den Spuren von Dan Brown und suchen die Rosslyn Capel nahe Edinburgh. Das erste zarte Hinweisschild gibt es erst ca. 2 Meilen vorher.

Was uns wundert, weil wir denken, dass dieses von vielen Mythen umrankte kleine Kirchlein doch von einiger Bedeutung für die Region ist. Diese wunderschöne Kapelle wurde 1446 von Sir William St. Clair in vierzig Jahren erbaut. Die Templer sollen angeblich hier den Heiligen Gral versteckt haben. Die Grabplatten und Sarkophage einiger Tempelritter sind jedenfalls noch da.

Rosslyn Chapel war auch der finale Schauplatz in Dan Browns verfilmten Bestseller „Das Sakrileg“. Mittelalterliche wundersame Stuckarbeiten in der Decke und versteckte, geheime Zeichen an den Wänden verschlüsseln den Code, den bisher noch niemand zu lösen vermochte.

Diese wunderschöne Säule hat ein Lehrling in Abwesenheit seines Meisters angefertigt. Als dieser nach seiner Romreise zurückkehrte, war er über die Pracht so eifersüchtig, dass er seinen Lehrling mit einem Hieb auf den Kopf tötete. Der Steinmetz wurde daraufhin zum Tode verurteilt und die Kapelle neu geweiht.


„Bitte beachten Sie, dass in der Kirche Fotografieren und Videoaufnahmen nicht gestattet sind“ – jaja – ich weiß schon, aber ohne Blitz und ohne Geräusch störe ich niemanden (und es hat uns auch niemand erwischt). Auch kein Wunder, weil die zwei „Offiziellen“ von den dauernden Blitzen der anderen Kameras sowieso schon fast halb blind waren!

Das Denkmal auf der linken Seite ist aus rotem Sandstein und es ist das Grabmal eines Grafen, von einer langen Reihe derer von „St. Clairs of Rosslyn“.

Es gibt auch Führungen in Englisch, wir begnügen uns aber mit einem Audioguide in Deutsch und erfahren so auch sehr viele Kleinigkeiten, die wir sonst beim normalen Anschauen übersehen hätten.

Wir sind wieder einmal rechtzeitig bei einer Sehenswürdigkeit angekommen und haben alles in Ruhe anschauen können. Beim Verlassen der Kapelle stehen schon lange Reihen vor der Kasse und einige weitere Busse bringen noch viel mehr Touristen vorbei.

Unser heutiges Ziel steht noch nicht fest. Wir wollen irgendwo im „Nationalpark von Loch Lomond and the Trossachs“ einen Campingplatz finden, der direkt an einem See liegt. Das Grab von Rob Roy, dem „Robin Hood Schottlands“ schenken wir uns, weil wir mit dem Womo nicht bis zu dem etwas versteckten Friedhof fahren dürfen.

Unserer ersten Pause am Loch Lubnaig (Loch bedeutet so viel wie See) folgt bald darauf die zweite Pause am

Loch Earn, wo wir zwar keinen Campingplatz finden, aber eine köstliche Tomatensuppe als Tagessuppe serviert bekommen (natürlich wieder mit Butter und einem Brot dazu).

Weiter geht die wilde Jagd durch eine Gegend wie über die Nockalmstraße bei uns in Kärnten. Allerdings mit Linksverkehr, an den ich mich (als Beifahrer) schon gewöhnt habe.

In Ardlui an Loch Lomond gibt es einen Campingplatz mit angrenzender Marina. Der Campingvater ist gerade bei seiner Lunchtime und lässt sich von uns nicht stören, genauso wenig, wie ich mich dann stören lasse, als er mich beim Kochen von Spaghetti mit Lachs und Curry-Shrimps-Soße mit diversen Anmeldungs–Krimskrams „belästigt“.

Bei unserem anschließenden Verdauungsspaziergang können wir ein neues Sportgerät in Aktion beobachten. Aber ebenso oft, wie der Akteur in die Höhe kommt, fällt er rasch wieder – mit dem Gesicht voraus – ins Wasser. Er wird wohl einige Liter vom Lochwasser getrunken haben. Unsere Nachbarin ist – gerade blaugefroren – aber glücklich, vom Baden zurückgekehrt.

Der Wind frischt am Abend auf und erste Wolken deuten auf den Wetterumschwung hin, der uns morgen etwas Regen bescheren soll.

Michi meint noch: hier kann man an einem Tag locker 9 Loch machen – obwohl man gar nicht Golf spielt!