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Logbuch der SY Shalimardue

Juni 2019
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RUND um den Ätna

Vom Stellplatz wird das erste Foto gemacht. Der Ätna unter blauem Himmel und gänzlich ohne Wolken. Was will man mehr. So machen wir uns heute auf, um den Ätna gemütlich zu umrunden. Wir haben einige Fixpunkte auf unserer Tour. Der erste ist „Gole Alcantara“.

Die Entstehung des Alcantara Flussbettes reicht auf ca. 300.000 Jahre zurück. Das heutige Erscheinungsbild des Flusses im Abschnitt der Schluchten entstand jedoch erst durch die Lavaergüsse vor ca. 8.000 Jahren. Der botanische und geologische Garten der Schluchten von Alcantara erstreckt sich über Dutzende Hektar, die mit Zitrus- und Olivenplantagen bewirtschaftet werden.

Die steile Treppe, wo es aber auch einen Aufzug gibt, ist leider geschlossen. Ein Hochwasser vor ca. einem Monat hat den Strand vollkommen zerstört. So können wir nur den Wanderweg bis zur Quelle der Venus benutzen. Es gibt verschiedene Aussichtspunkte, von wo man einen herrlichen Blick auf die Basaltformationen hat.

Michi als ehemaligen Eisenbahner/Brückenbauer wundert es nicht, dass seit seiner Pensionierung bei der Bahn das Unkraut nun die Strecken überwuchert.

Unglaublich, aber in der Bar bzw. Restaurant vor der Einfahrt zum geologischen Park wird Villacher Bier angeboten. Wir wollen aber weiter und deshalb gibt es hier nur ein Foto und keine Bierpause. Auf der Weiterfahrt sehen wir links immer den Ätna und manche entlegene Bergdörfer und Burgen bzw. Festungen.

Unser erster Stopp soll in Randazzo sein. Heute ist Sonntag – Markttag – Weihnachtsmarkt – und wohl deshalb kein einziger freier Parkplatz weit und breit. Wir fahren weiter. Randazzo und Bronte (unser nächstes Ziel) sind die wichtigsten Pistazienproduzenten von Sizilien. In Bronte gibt es rund 1000 Pistazienproduzenten, die das Land bewirtschaften. Die Sagra del Pistacchio di Bronte findet jährlich Ende September und Anfang Oktober statt. In Bronte gibt es nur engste Gässchen, steile Straßen und einige, die sehr froh sind, heute nicht mit dem Womo hier zu sein. Heute gibt es keine geöffneten Geschäfte. Auch keine, die wunderbare Pistazienprodukte verkaufen. Schade, ich hätte mich gerne mit vielen Süßigkeiten eingedeckt.

Auf dem Weg zum „Castello dei Nelson“ kommen wir auf der Hin- und Rückfahrt in Lämmerstau. Leider ist das Gebäude schon seit 2016 für die Besucher geschlossen, da es renoviert wird. Wir haben die Spuren von Horatio Nelson schon mehrmals auf unseren Reisen gekreuzt. In Spanien – nahe Cadiz beim Leuchtturm von Trafalgar und in England – in Portsmouth auf dem Museumsschiff und im Lord Nelson Museum. Dass in Sizilien seine Nachfahren in 7. Generation, hier, nahe Bronte in einem Schloss lebten, erstaunt uns schon etwas.

Horst bleibt immer wieder stehen, damit Martina und ich Fotos schießen können. Der Ätna ist von dieser Seite für uns noch völlig unbekannt. Wir stauen wieder wegen der Schafe, sehen sie nur diesmal (fast nur) von hinten.

Wir wundern uns, dass auf diesen Lavafeldern wieder neues Leben entsteht. Einzelne Häuser mitten in einem Lavafeld. In der Zwischenzeit sind wir bereits hungrig und suchen uns den nächsten Ort aus. Es ist Adrano. Wir finden einen Parkplatz. Aber in diesem Ort gibt es heute kein einziges geöffnetes Restaurant zu Mittag. Erst ab 16 – 18 Uhr öffnen die Lokale. Trotzdem ist es ein schöner Stopp mit einer Besichtigung des „Castello Normanno“ und der Chiesa „Convento di Santa Lucia“.

Kurz vor 15 Uhr kommen wir von unserer Rundreise um den „weißen Berg, der raucht“ wieder in Giardini Naxos an und versuchen unser Glück im Ristorante „Angelina“. Wir werden wie immer freundlich aufgenommen und kulinarisch verwöhnt.