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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
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Privat

Santiago de Compostela

Pontevedra liegt am Weg und gerade jetzt scheint mal wieder kurz die Sonne. Portugal haben wir schon hinter uns gelassen “ wir sind ja fast schon am Heimweg, aber nicht, ohne vorher noch einen Kurzbesuch als “Womopilger“ in Santiago de Compostela zu machen.

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Am Campingplatz “ das Auto abgestellt, Busstation im stroemenden Regen gefunden, aber leider das Geld im Schneck vergessen, ich flott retour, Michi nicht, da grosser Schirm wegen heftiger Sturmboe Totalschaden, Bus natuerlich weg “ zur allgemeinen Beruhigung Einkehr in einer Tapas Bar “ ein Glaserl Rioja und die halbe Stunde Wartezeit bis zum naechsten Bus, so vergeht die Zeit wie im Flug.

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Der beruehmte Wallfahrtsort mit seiner grossartigen Kathedrale ist aber auch als Hauptstadt der Region Galicien und als Universitaetsstadt bekannt, was eine variantenreiche Kneipenszene zur angenehmen Folge hat. Er ist aber auch als regenreichste Stadt Spaniens bekannt, was unter anderem erklaert, warum aus allen Ritzen der Kathedrale Moos wuchert. Uns wundert es nicht.

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Hier endet normalerweise die Pilgerreise derer, die auf dem Jakobsweg herangewandert sind und wir erfahren, dass frueher der Weihrauch in der Kathedrale nicht nur aus religioesen, sondern auch aus ganz profanen Gruenden zum Glosen und Duften gebracht wurde “ nach dem oft monatelangen Marsch rochen die Jakobspilger oft ziemlich streng.

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Normalerweise wimmelt es auf dem Praza do Obradoiro nur so von Touristen und Jakobspilgern zu Fuss, auf dem Fahrrad oder auch zu Pferd, aber heute sehen wir nur 2 japanische Pilger, die gerade ihren Pilgerstock wegwerfen und die ersten Fotos von ihrer erfolgreichen Ankunft machen.

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Auf der Suche nach der Apostelfigur in der Capilla Mayor ueber dem Grab des Apostels Jakobus (der am Ende einer Pilgerreise umarmt wird) erfahren wir, dass dies erst einige Stunden spaeter moeglich ist. Wir wollen aber nicht so lange warten, wir sind ja auch keine richtigen Pilger, sondern elendig hungrig.

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Allerdings verstehen wir jetzt “ wo wir einige der vielen tollen Tapashuetten in der Innenstadt kennengelernt haben “ warum manche Pilger lange und beschwerliche Wege auf sich nehmen. Wir verzehren erst mal eine Jakobsmuschel und anschliessend deren aergsten Feind, den gemeinen Oktopus (pulpo galicia) und ertraenken beide in vino tinto.

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Eine lustige Geschichte haben wir auch erfahren. Der Engel Daniel laechelt, als einzige Figur “ kirchenoffiziell wegen einer Ankuendigung des heiligen Engels von Reims. Der Volksmund wusste es besser: Daniel freute sich ueber die barbusige Maid gegenueber. Das missfiel der geistlichen Obrigkeit, weshalb sie die Brueste der Dame abschleifen lies. Flugs formten die Bauern ihren Kaes nach dem verlustig gegangenen Busen und nannten ihn “Queso de Tetilla“.

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Nach so vielen klerikalen Informationen nehmen wir noch im EIN-EURO Bistro einen Rioja, damit uns die Wartezeit auf den Heimbus nicht zu lange vorkommt.

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Nicht nur Regenschauer, sondern auch 2-3 leichte Hagelschauer erwarten uns dann in unserem Schneck am heutigen Abend.

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