Gehe zu: Hauptmenü | Abschnittsmenü | Beitrag

Logbuch der SY Shalimardue

Oktober 2020
M D M D F S S
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  

Archiv

Privat

Scala dei Turchi bei Capo Rosello

Auf dem Weg zu unserem nächsten Campingplatz in Punta Secca kommen wir an Realmonte und der „Türkentreppe“ vorbei. Was heißt vorbei, selbstverständlich nicht vorbei, sondern direkt dorthin.

Die Aussicht von oben ist schon sehr imposant, aber ich will natürlich auch noch entlang des wunderschönen Sandstrandes mit seinen vielen, vielen verschiedenen Muscheln direkt zum Fuße des Kreidefelsen spazieren.

Leider herrscht Flut und so kann ich den Weg entlang des Ufers nicht nehmen. Die richtige Spur wurde leider durch eine Mure verschüttet und meine Kletterei mitten in den Felsen hört recht bald auf.

Einer Legende nach sollen auf der von Wind und Wellen geschaffenen „Treppe“ die Türken (Sarazenen) an Land gestürmt sein.

Die Anfahrt ist extrem steil und unser Fahrradträger bekommt Bodenberührung und die Nummerntafel will sich klammheimlich verabschieden.

Unsere heutigen 50 Kilometer führen uns wieder durch ein landschaftlich sehr reizvolles Gebiet.

Es fühlt sich an, als ob der Sommer schon vor der Tür stehen würde, zumindest während der Mittagszeit, die von uns einfach bis mindestens 15.30 Uhr ausgedehnt wird. Unsere marokkanische Tajine leistet auch hier in Sizilien ihre Dienste und mit frischen Oktopus und viel Gemüse kann nichts falsch gemacht werden.

Eigentlich wollen wir zum Strand, aber alle Lokale an der Promenade sind geschlossen. Unsere E-Bikes sind geladen und so unternehmen wir einfach nach knapp 10 Kilometer entlang der Küste noch geschwind einen Ausflug in die nächste Stadt Ribera.

Der Campingwart hat irgendetwas von 7 Kilometer gefaselt. Keine Ahnung, von wo – bis wo diese Entfernung gerechnet wurde. Da die Fahrt ständig nur steil aufwärts geht, geht es mit unserem Akku steil abwärts.

Nach nochmals mehr als 10 Kilometer erreichen wir den Ort, da wir aber nix brauchen, genehmigen wir uns aus Angst vor Dehydrierung geschwind noch ein Bier, bevor es wieder – diesmal fast nur bergab – zurück zum Camping geht.


Die Sonne geht schon unter und die Temperatur lässt auch zu wünschen übrig. Mit den dunklen Sonnenbrillen ist die Sicht auch nicht bestens. Übrigens bin ich heute erstmals mit meinem Rad (natürlich bergab) 47 Kilometer pro Stunde gefahren.