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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
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Schlemmen in Avola

Nachdem wir, auch für unsere Verhältnisse, durch das exzessive Radfahren genügend Kalorien verheizt haben, können wir uns vorstellen, auf eine oder mehrere Kalorien in ein einfaches, einheimisches Hafenbeisel einzukehren.


Wir wissen allerdings beim Betreten des Lokales „la Taverna del pescatore“ im Hafen in Avola noch nicht, dass dies für uns zu einem Festessen ausarten wird (www.latavernadelpescatore.it/).

Ganz in der Nähe des Fischerhafens (ich weiß nicht, ob dieser Fleck diese Bezeichnung überhaupt verdient – es sind nur ganz wenige und kleine Boote an Land) finden wir – wieder mal durch Zufall – das, bei Einheimischen (Touristen sind außer uns keine zu sehen) sehr beliebte Restaurant.

Der Koch lässt sich in seine Töpfe schauen und verrät auch schon das eine oder andere kleine Geheimnis. Als ersten Gruß aus der Küche erhalten wir einen ganzen Teller voll mit kleinen „Micro-Tintenfischen“ herrlich frittiert. Sie zergehen auf der Zunge.

Die Vongole im Weißweinsud sind so was von „gschmackig“, die Zitrone ist leicht mitgekocht, das Weißbrot im heißen Fett frittiert, mit weichen Tüchern abgetrocknet und mit einem Tropfen Balsamicocreme verziert.

Als dann das Hauptgericht „Linguine con frutti di mare“ serviert wird, werden unsere Augen immer größer. Von dieser Portion könnten locker vier bis fünf hungrige Radlfahrer satt werden. So gut es uns auch schmeckt, wir müssen einen Teil leider zurück schicken, es ist einfach viel zu viel.


Der nächste Gruß aus der Küche ist diese Riesenportion „dolce della casa“ – irgendetwas mit Mandeln und Eis – wider Erwarten ist kein Krümelchen übrig geblieben. Was wiederum mit unserer strengen Diät zu tun hat. Dem netten Koch erklärt Michi noch das „Caffe´ resentin“ Rezept aus Grado, was auch bei anderen Gästen reges Interesse hervorruft. Caffe` mit Grappa ist auch hier bekannt, aber dass man seine Tasse mit Grappa auswaschen kann, ist ab jetzt neu in der Hütte.

Die sizilianische Gastfreundschaft haben wir schon mehrfach während des bisherigen kurzen Aufenthaltes auf dieser schönen Insel erlebt. Der Besitzer rundet die Rechnung (um 4 Euro) nach UNTEN ab und überreicht mir noch eine Flasche Moscato di Noto mit lächerlichen 17 Prozent. Da werde ich nur schluckweise, aber dafür lange, an dieses nette Lokal denken.