Gehe zu: Hauptmenü | Abschnittsmenü | Beitrag

Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
M D M D F S S
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  

Archiv

Privat

Seeigel und Mee(h)r

Das Plätschern der Wellen, das Summen der Bienen, das Zwitschern der Vögel (in erster Linie der Stare), irgendwie ist es fast kitschig schön in dieser Bucht – die Sonne scheint und uns geht es hervorragend.

Heute ist ein längerer Strandspaziergang angesagt, die Räder bleiben in der Garage. Es gibt so vieles zu sehen, so wie hier – dieser wunderschöne Felsdurchbruch, in dem sich jetzt – im Vormittagslicht – die Sonne spiegelt und bricht.

Kaum 500 Meter weiter kommen wir zu einer Stelle, an der gerade ein Taucher aus dem Wasser steigt. Neugierig wie ich bin, frage ich, was er und seine Kollegen gerade gefangen haben. Eigentlich haben wir eher an Tintenfische gedacht. Falsch, die Gruppe ist unterwegs mit Taucherflasche, Schnorchel und Flossen, um hinter Seeigel herzujagen.

Was für eine Pracht, ich bin hin und weg und das bringt den sizilianischen Stacheltierjäger auf die Idee, mir gleich vor Ort eine Kostprobe seines Fanges anzubieten. Diese Seeigel verkauft er in Palermo, er ist aus Palermo und er schwärmt von Palermo. Ich erzähle ihm, dass wir in spätestens 2 Wochen in Palermo sind und dann ist er ganz besonders begeistert.

Ohne Besteck, ohne Toastbrot – mir schmecken diese Viecher auch so. Michi muss leider beide Kameras halten und kann (muss) keine kosten. Auch seine Kostproben darf ich essen – mir geht es gut, mir geht es einfach sehr gut. Michi ist – für mich unverständlicherweise – vom Ausschlecken eines Seeigels nicht wirklich begeistert.

Nach 6 Stück bin ich zufrieden, auch Giovanni – der Jäger ist mit mir zufrieden. Wir erkunden ein weiteres Stück dieser wunderschönen Küste und finden seltsame Zeichen im Sand und auf den Steinen und sehen in glasklares Wasser.


Diese Bunker aus dem 2.Weltkrieg sind hier überall anzutreffen. Wie schön, dass wir in einer solch friedlichen Zeit leben.


Die nächste Fotocollage ist schwer zu beschreiben. Stare, oft zu Hunderten, fliegen – meist knapp über dem Boden – in einem Schwarm, der einfach überwältigend ausschaut.

Wir aber sind ja zu Fuß unterwegs, ganz nahe an der Küste und plötzlich verschwindet Michi fast in einem feuchten Treibsandloch. Mit nassen Füssen und sandigen Socken stiefeln wir weiter. Ich fotografiere noch die verschiedenen, mir vollkommen unbekannten „Bodendeckerpflanzen“.


Es schaut leider so aus, als ob uns schon morgen das schlechte Wetter erwischen wird, aber zumindest heute haben wir wieder einen tollen Tag mit viel Sonne erlebt.