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Logbuch der SY Shalimardue

Oktober 2020
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Privat

Segeltag bis Rovinj und am Abend weiter bis Valalta

Nach unserem wirklich traumhaften Delfintreffen beginnt der Wind aus der richtigen Richtung zu wehen und wir können unter Segel in Rovinj einlaufen.

Wir gehen an die Boje und hoffen, unser stotternder Beiboot Motor bringt uns noch in die Marina, wo wir einen Platz für unser Dingi finden wollen.

Der Marina Angestellte sagt, wir „dürfen“ eine Stunde bleiben. Ich versuche zu erklären, dass wir essen wollen und dies doch ein wenig mehr Zeit in Anspruch nimmt, er hat sich unser erbarmt und uns ein Spitzenplatzerl für unser Dingi zugewiesen.

Eh klar, der erste Weg führt uns zum Markt und während ich bereits im Lokal ein Getränk bestelle, lässt sich Michi von einem zum nächsten weiter empfehlen, er ist auf der Suche nach einem köstlichen geräucherten Schafskäse. Diese nette „Standlerin“ geht mit ihm in eine schattige Gasse, wo der Käsehändler seine kühle Bleibe hat. Viele verschiedene Käsesorten werden angeboten, darunter auch der „Schatzi-Käse“ der aus Schaf – und Ziegenkäse besteht. Das Trüffelöl dazu kauft er dann bei ihr. Später am Schiff freuen wir uns, dass wir so gute einheimische Spezialitäten gekauft haben.


In den letzten Jahren waren wir immer im gleichen Lokal (Konoba Kantinon) in Rovinj, wo es beste Hausmannskost gegeben hat. Bei unserem letzten Besuch im Vorjahr mit Inge haben wir uns von dem Wechsel von einfacher Fischkost auf spezielle und variantenreiche Kost überzeugen können. So auch heute. Etwas gehobene Preise, aber raffiniert und äußerst geschmackvoll zubereitet.

Wir kommen stotternd zurück zur Boje und der Kassier wartet schon auf uns. Auf unsere Entscheidung – gleich weiter zu fahren – reagiert er äußerst zufrieden, denn das nächste größere Boot wartet schon, um an die Boje gehen zu können. So haben wir diesmal wieder nichts bezahlen müssen. Der Wind ist einfach zu schön, um doch noch in die nächste Bucht in Valalta zu segeln.

Wir haben gerade eine Kostprobe von unserem Käse samt Trüffelöl verspeist, da erkennt Michi schon von der Ferne den Catamaran Florimell von unserem lieben Bekannten Harald Klärner. Er ankert direkt hinter uns und ist ein wenig später schon auf unserem Schiff zu einem Plausch.


Am nächsten Morgen umrunden wir nochmals seine Florimell, mit der er und seine Gattin am 01. August für eine weitere Langzeitsegeltour Richtung Südamerika aufbrechen wollen. Ihr findet seine Reiseberichte unter den „links“ Cat Florimell auf unserer Seite. Etwas später sehen wir noch die SY Karo in der Ferne vorbeiziehen, die fast gleichzeitig mit uns die Atlantiküberquerung im Jahr 2007 gemacht hat.


Segelnd kommen wir in Grado an – nach knappen 7 Wochen am Schiff – und nun sind wir wieder daheim. So ganz zieht es uns noch nicht in die Marina, wir wollen noch einen schönen Sonnenuntergang in der Lagune genießen und morgen mit den umfassenden Reparaturarbeiten beginnen.