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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
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Slowfood alla Porto Buso

Dies ist die seltsame Geschichte eines Aales (in Italien Anguilla genannt). Geboren wurde er in der Saragassosee in der Naehe der Bermudainseln vor Amerika. Nach einer langen Reise von ca. 8000 km schlaengelte er sich die gesamte Adria herauf und fiel hier einem trickreichen Fischer in die Haende.. Er verfing sich in dessen Reuse, welche dieser eines Abends in der Lagune von Grado ausgelegt hatte.

Mauro und Sohn.jpg

Nun kommt Mauro ins Spiel, der Seniorwirt von Porto Buso, dem Lokal “Ai Ciodi“. Mauro hat wieder einmal ein ganz, ganz altes Gradeser Rezept ausgegraben, weiter gegeben durch die vielen Generationen von Fischern. Der Aal wird ausgenommen und geputzt und zwei Tage lang in einer Salzlake mit Meersalz eingelegt und dabei noch mit einem Brett beschwert. Die naechsten drei Tage verbringt unser Aal in der waermenden Sonne in Grado und trocknet still vor sich hin. Danach gibt es ein erfrischendes Bad im Suesswasser – auch wieder einen Tag lang. In einem Kraeutersud wird der Fisch zum Schluss gekocht und mit mitgekochten Zwiebelscheiben garniert. Ein paar Tropfen besten Olivenoeles begleiten unseren Aal nun die letzten Meter seiner langen Reise, naemlich von der Kueche im Ai Ciodi bis zu unserem Tisch.

Anguilla.jpg

Bei diesem Rezept kann man wirklich von Slowfood sprechen “ wir haben selten etwas so Langsames und Gutes verkostet.

Lagunenleben.jpg