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Logbuch der SY Shalimardue

Oktober 2020
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Privat

Sonnenschein und Nieselregen in Funchal

Mit dem Gratisshuttlebus vom Hotel werden wir in die sechs Kilometer entfernte Hauptstadt von Madeira nach Funchal gebracht. Noch gibt es vereinzelt Sonnenstrahlen, aber dazwischen hängen schwarze Regenwolken fast bis zum Boden.

Vor der Kathedrale von Funchal (portugiesisch Se‘ genannt) sitzt ein anscheinend griesgrämiger Musiker, der gern gehörte spanische Ohrwürmer zum Besten gibt. In die Kathedrale können wir nicht, da gerade eine Messe stattfindet. Daher heben wir uns die Besichtigung eben für einen späteren Besuch auf.

In der Markthalle „Mercado dos Lavradores“ finden wir im östlich gelegenen Fischmarkt in erster Linie den schmackhaften Degenfisch (Espada genannt) sowie Tunfische. Die Fischpreise hauen uns fast vom Hocker.



Der Früchtemarkt verteilt sich mit seiner Fülle an bestem Obst auf zwei Ebenen, wobei man im ersten Stock mit aufdringlichen Verkäufern und ziemlich überhöhten Preisen rechnen muss.

Erfahrung macht klug – Michi warnt mich noch davor, aber ich will unbedingt die köstlichen Maracujas essen. Für 2 schöne Stücke zahle ich fast 7 Euro. Für heute habe ich meine Deppensteuer gezahlt. Aber geschmeckt hat es trotzdem.


Gleich neben der Markthalle landen wir im „A Bica“ – einem familiär geführten Restaurant mit lokaler Küche und nostalgischen Funchal-Fotos und Accessoires an den Wänden. Es sind hier fast nur Einheimische anzutreffen. Der Espada hat es so nicht weit vom Markt bis ins Lokal und auf unsere Teller.

An die Markthalle schließt sich ein ehemaliges Fischer- und Handwerkerviertel an, dessen Läden und schmale Gassen teilweise verwahrlost wirken. Ein kleiner Bereich in der „Rua de Santa Maria“ ist mit mehreren Restaurants durchaus touristisch ausgerichtet. Sämtliche Türen sind von großen und kleinen Künstlern liebevoll gestaltet und auch großformatige Kunst kommt hier nicht zu kurz.



Mit der Seilbahn Teleferico werden wir auch noch nach Monte fahren, dies heben wir uns aber für einen sonnigen Tag mit perfekter Aussicht auf, um danach (eventuell) mit einem Korbschlitten wieder Richtung Tal zu düsen.

Wir sind schon wieder zurück im Hotel, da beginnt es zu stürmen und morgen soll der Wind noch stärker werden. Das wird dann wohl ein richtig fauler Tag.