Gehe zu: Hauptmenü | Abschnittsmenü | Beitrag

Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
M D M D F S S
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Archiv

Privat

Stadtbesichtigung in Zadar

Heute ist es bereits am frühen Morgen angenehm warm und es weht wieder mal der ungeliebte Häuselwind mit 0,0 Knoten aus allen Richtungen. Diese Ruhe, die einem bei Schönwettersegeln überfällt, tut einfach nur gut und man kann den Träumen nachhängen.


Zadar als einstige Hauptstadt Dalmatiens hat sich zu einer Metropole entwickelt. Da es keine ausgewiesenen Ankerbuchten gibt, müssen sich alle Boote in einer der drei Marinas einfinden. Die im Stadthafen ist als überteuert verschrien, es gibt keine freien Plätze und das Preis-Leistungs-Verhältnis passt auch nicht wirklich.

Die zweite ist eine Club-Marina, die keine Gäste aufnimmt. So bleibt uns nur, die Marina Borik anzulaufen. Wir werden vom Marina Angestellten freundlich empfangen und sind schon kurze Zeit später mit dem Bus in die Altstadt unterwegs.

Michi kennt sich in Zadar gut aus (er hat sich heimlich eingelesen) und führt mich sofort zu den Sehenswürdigkeiten dieser geschichtlich sehr interessanten Stadt.

Einige dieser Pflastersteine haben schon die alten Römer mit ihren Sandalen poliert. Am Forum befindet sich die Donatus-Kirche, die mit ihren 27 Metern Höhe eines der beliebtesten Fotomotive (innen wie außen) abgibt.



Aber auch die moderne Kunst kommt hier nicht zu kurz.

Der Glockenturm des Doms erinnert an die Kathedrale von Rab und die Reste des Forums an die Ausgrabungen von Aquileia.

Die Altstadt ist verkehrsbefreit und wir spazieren an der Diga meerwärts zur Südwestspitze der Altstadthalbinsel. Schon von der Ferne hörn wir ganz feine und manchmal laute Töne. Auf den breiten Stufen am Meer sitzend lassen wir uns vom bezaubernden Meereskonzert der Meeresorgeln berieseln.

Ein weiteres faszinierendes Werk (ebenfalls von Nikola Basic) lässt die Besucher staunen. Bei Sonnenuntergang beeindrucken die mehrschichtigen Glasplättchen mit eingebauten Beleuchtungselementen, aber so lange wollen wir nicht in der Stadt warten, sondern auch unsere Marina genießen.


Bevor es jedoch zurück zur Shalimardue geht, stärken wir uns noch geschwind nahe der „Church of Our Lady of Health“. Das Tunfischsteak macht jedenfalls einen sehr gesunden Eindruck auf uns.

Den Abschluss unserer Besichtigungstour bildet die wuchtige Stadtmauer mit dem „Fünf-Brunnen-Markt“ und den Kapitänsturm.

Die fünf hintereinander stehenden Ziehbrunnen dienten nicht nur bei Belagerungen der Wasserversorgung der Stadt.

Die Füße glühen und als Sundowner genieße ich heute beim Chillen nur einen Cappuccino.