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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Stonehenge

Nach etwas mehr als 500 Kilometer auf der stark befahrenen Autobahn kommen wir endlich zur berühmtesten Kultstätte Großbritanniens, wenn nicht der Welt (vermutlich mindestens 5000 Jahre alt). Es ist schon fast 16 Uhr und wir überlegen, ob wir heute noch – oder erst morgen? Nach kurzem Grübeln – egal: Heute!

Eine lange Warteschlange an der Kasse. Im Preis von 15 Pfund pro Person ist auch die Bustour (wo die nächste Warteschlange schon steht) zum Monument enthalten. Knapp 10 Minuten Fahrzeit. Man kann sich aber auch für einen Fußweg entscheiden. Das tun wir heute sicher nicht.

Irgendwie schaffen wir es aber dann doch, trotz tausender „Mitstaunenden“, mit diesen rätselhaften Steinen fast alleine am Bild zu sein. Sonnenverehrung, Totenkult, mystischer Kalender, Druidenplatz – was auch immer es einmal war. Auch die Wissenschaftler sind sich noch nicht wirklich einig.

Britische Wissenschaftler haben vor kurzem in der näheren Umgebung von Stonehenge – mittels neuer Technologien – weitere, noch verborgene Anlagen entdeckt. Daraus entwickelten Forscher eine Karte, die das ganze Ausmaß um den mysteriösen Steinkreises zeigt, was wiederum Platz für neue Theorien gibt.

Mir egal, mich fasziniert die Situation und wie diese tonnenschweren Steine von einem Ort zum anderen bewegt wurden und außerdem fasziniert mich das fast greifbare Mystische an diesem Ort.

Um eine Zerstörung der Anlage durch die gewaltigen Besucherströme zu verhindern, ist die Stätte heute nur noch aus einigen Metern Abstand zu besichtigen. Schade. Ich hätte die Steine zu gerne berührt.

Es gibt auch mehr als 100 Grabhügel in unmittelbarer Umgebung.

Zurück geht es wieder mit dem Bus und wieder eine elendslange Warteschlange. Aber die Busse kommen fast im 5-Minutentakt und so geht es doch relativ schnell. Leider gibt es heute vermutlich keinen fotogenen Sonnenuntergang und auf jedem Fall nicht vor 18 Uhr, wo der letzte Besucher die Anlage wieder verlassen haben muss.

Gleich am Ticketcenter kann man noch die vermutlichen Behausungen der Erbauer sehen. Jedermann/Frau kann auch seine Stärke testen. Wenn man 2 Punkte erreicht, hätten zur damaligen Zeit für den Transport dieses Blocks mindestens 100 Männer ebenso stark ziehen müssen.

Irgendwie müssen sie die großen Steine ja von Marlborough Downs hierher geschleppt haben. Immerhin 35 Kilometer hügelauf und -ab über Land! Die anderen, die etwas kleineren, nur 4 Tonnen schweren Blausteine, wurden 385 Kilometer von Südwestwales hierhergebracht! Für uns vollkommen unvorstellbar!

Künstler wie William Turner und Henry Moore haben sich schon von der beeindruckenden Anlage inspirieren lassen. Dies interessiert wiederum Michi, den alten Pinseldruiden!