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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
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Privat

Susak als Zwischenstation und weiter bis Silba

Wir waren schon so viele Jahre nicht mehr auf der Insel Susak, deshalb ist sie heute unser erklärtes Ziel.

Wir gehen an die Boje, dafür können wir aber die Unterwasserwelt genießen. Die Unterwasserkamera funktioniert – ich hätte mich nicht getraut, sie auszuprobieren. Michi sagt, ist sie kaputt – ist sie kaputt. Dann wird sie eben repariert oder ausgetauscht.

Jetzt sind nur mehr wenige Tage, bis wir daheim sind, deshalb hab ich zugestimmt. Nachdem Michi das Innenleben der Kamera sorgfältig getrocknet und gereinigt hat, passt es diesmal auch.

Susak ist eine Sandinsel mit einer Oberfläche von 3,7 km2 und wurde bereits im 13. Jh. in Seefahrtskarten eingezeichnet. Sie ist die einzige Insel der Welt, die auf einem Kalkstock eine dicke Lößauflage hat. Eine Insel der Weinberge und des Schilfs, welches das Terrassengelände vor Erosion schützt. Die meisten Bewohner von Susak sind Kroaten und von Beruf Weinbauer und Fischer.


Das Obere Dorf ist das ältere der beiden Dörfer auf Susak und wird von vielen verwinkelten Gassen und alten Steinhäusern geprägt.


Der Friedhof von Susak „Merine“ ist immer schön hergerichtet und es befinden sich immer frische Blumen auf den Gräbern. Er ist wahrscheinlich einer der edelsten Friedhöfe Kroatiens.

Begraben sind hier viele Susaker/innen, die ihre zweite Heimat in Boston (USA) gefunden haben. Edle Materialien zieren die Prunkgräber der zu Reichtum gekommenen Verblichenen. Über die Berufe kann man spekulieren, aber es sind sicher einige Mafiosi dabei gewesen!


Nach dem Rundgang durch das Obere Dorf geht es über eine Treppe hinab ins Untere Dorf zum großen Sandstrand.





Unser Beiboot Motor spinnt ein wenig und ich hoffe, ich muss nicht beim Zurückfahren rudern. Aber er läuft wunderbarerweise wie geschmiert und kaum sind wir am Schiff, gibt Michi das Kommando „Ablegen“.

Etwas überrascht, aber doch (nur am Schiff) folgsam, folge ich und wir sind fünf Minuten später unter Segel Richtung Unje unterwegs. Einfach nur schön. Zwei Stunden Vollbesegelung – die Richtung passt – und der Anker fällt neben einem der reichsten russischen Oligarchen, dessen Schiff außer 3 Wassermopeds und 2 Beibooten auch noch eine Wasserrutsche für seine Kinder hat. Heutzutage kann man fast alles googlen. Was bin ich froh, auf unserer Shalimardue zu sein.