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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Privat

Tiznit

Auf dem Weg nach Aglou Plage sind wir bereits vor einigen Tagen – echt versehentlich – auf dem Marktgelaende von Tiznit mit unserem Womo herumgekurvt. Waehrend wir beim Camping Riad Assllaf, unserm Stellplatz, auf ein Petit Taxi warten, werden wir von einem Franzosen mit Womo gefragt, ob wir mit in die Medina von Tiznit fahren wollen.

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Direkt am Haupteingang der ca. 5 Kilometer langen rosafarbenen Stampflehmmauern – welche rund um die Altstadt (Medina) fuehren, verlassen wir die freundlichen Franzosen und begeben uns auf den Markt. Am rechteckigen Paradeplatz, auf dem der Pascha ehemals Empfaenge abhielt, befinden sich nun unter den Arkaden Cafes und verschiedenste Laeden. “Zeug und Glump und kane Paschas weit und breit“ schimpft Michi.

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Ich versuche auf Deutsch und Englisch, ob mir jemand Auskunft geben kann, wo ich Sandarak (etwas zum Raeuchern – fuer eine Freundin) kaufen kann. Ein “freundlicher Tizniter Verkaeufer“ fuehrt mich dann zu diesem auch netten Verkaeufer, der mir etwas Seltsames verkauft. Ob es das Richtige ist, wird sich erst daheim herausstellen.

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Der Markt bietet alles, was man brauchen kann oder auch nicht brauchen kann. Gemuese und Obst kommen in den Rucksack und auch noch ein Brot, aber kein Fleisch, weil die geraeucherten Hammelschaedel die “Fleischeslust“ fuer heute ausradiert haben. Heute essen wir mal genuesslich eine rein vegetarische Tajine.

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All das gute Obst gibt es nicht nur auf dem Markt. Es laufen viele “Fahrverkaeufer“ im alten und im neuen Stadtteil mit so einer Karre herum. Wo allerdings im Jaenner 2013 diese herrlich suessen Erdbeeren wachsen, ist und bleibt uns ein Raetsel.

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Ueberall gibt es Moscheen, aber fuer uns Anders- bzw. Nichtglaeubige “ und speziell fuer Frauen – ist es ja verboten, in das Innere zu gehen. Diesmal ist eine Tuere offen und ich blinzle sofort mit meiner Kamera ums Eck.

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Da man die Einheimischen nicht ohne Erlaubnis fotografieren sollte (diese Erlaubnis aber ganz selten bekommt), schiesse ich haeufig aus der Huefte und ab und zu gelingen mir auch brauchbare Bilder. (Der rechte auf dem Bild haette mir sowieso die Erlaubnis verweigert!)

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Wir kehren auf einen Juice und einen “Cafe-Ole“ (Kaffee mit Milch “ cafe au lait) in eine Baeckerei mit Gratis Wifi ein, verzichten aber auf jede Art von Suessigkeiten, da wir sie mit diesen Fliegen und Wespen absolut nicht teilen wollten.

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Die angesehenen Handwerker von Tiznit arbeiten noch immer gemaess der juedischen Tradition mit Silber und fertigen den schweren Berberschmuck, Dolche und Saebel mit eingelegten Schmucksteinen in den Griffen. Sie fertigen auch wunderschoene Silberarmreifen, aber ich mag mir keinen Schmuck kaufen, da ich auch keinen trage.

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Wieder zurueck am Campingplatz, diesmal mit rotem Taxi Petit um sage und schreibe knapp 70 Cent, begruessen uns lautstark Pfauen und die vielen anderen Voegel, Huehner und Gaense, welche auch hier wohnen und sogar in der Nacht viel Laerm machen.

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