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Logbuch der SY Shalimardue

Oktober 2020
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Tri Grede in Zdrilca

Die Konoba „Tri Grede“ ist nicht nur zum Futtern ein guter Anlaufpunkt sondern auch während des Tages, der Ratsch und Tratschplatz der Bojenlieger.

Während ich mich auf einen längeren Marsch quer über die Insel einstelle, findet Michi genügend Gesprächsstoff mit vier weiteren Kärntnern.

Ich laufe (gehe) Richtung Osten – nach wenigen 100 Metern ist Schluss. Danach Richtung Süden, da versperrt mir ein Tor das Weitermarschieren. Die Süd-West-Bucht erreiche ich schon nach knapp 2 Kilometer, danach gibt es auch kein Weiterkommen mehr. Während wir in der Durchfahrt wie in einem Ziegelteich liegen, haben die Segler zwischen Vis und den Pakleni Inseln – zumindest in eine Richtung – traumhafte Segelbedingungen.

Ich spiele mit dem Haus- und Hofhund Baloo, der sich soeben mit einem Gasthund namens Whiskey angefreundet hat.

Während wir noch beim Mittagessen sitzen, kommt ein Skipper eines Ausflugsbootes bei uns vorbei und fragt, ob er für ca. 2 Stunden bei unserer Shalimardue längsseits gehen darf. Wir haben selbstverständlich zugesagt, wollten auch unser Essen unterbrechen, aber es sagte, dass er zu zweit sei und das Anlegen kein Problem für ihn als „Skipper“ darstelle, da er dies fast täglich mache.

Wir haben trotzdem sofort bezahlt und sind zurück auf das Schiff, weil wir noch weitere Fender ausbringen wollten. Ich habe dies gemacht und dabei bemerkt, dass eine Relingstütze nach innen verbogen war. Logisch, dass daran keiner Schuld hatte und nachdem wir beim Anlegen nicht an Bord waren, konnten wir dies auch nicht beweisen.

Mit einfachen Bordmitteln ist dies leider nicht zu beheben, daher müssen wir warten, bis wir unseren Urlaub beendet haben und dann mit der Stütze bei einem Alu-Fachkundigen vorbei schauen. Ärgerlich, aber nicht mehr zu ändern.

Ein kleines Bojen-Bereithalte-Manöver hat uns eine Einladung auf ein wunderschönes Motorboot gebracht. Die Vorräte der Bar könnten wir auch in einem Monat nicht aufbrauchen.


Für die frühen Morgenstunden ist ein Schlechtwettereinbruch angesagt und so haben wir auch unser geselliges Beisammensein bald beendet. Pünktlich um 05 Uhr früh dreht der Wind von Süd auf Bora Richtung, nach einer zweiminütigen Windstille. Blitz und Donner und viel Regen begleiten den stürmischen Wind.

Viele Ankerlieger haben Probleme und müssen ein neues Ankermanöver fahren bzw. legen überhaupt ab. Es gibt auch leichte oder schwerere Touchierungen, aber die Sicht dazu ist einfach zu schlecht.

Die Bewohner der Inseln in dieser Gegend werden sich über das viele Wasser freuen, dass sich nun in den Zisternen befindet.

Nach einer knappen Stunde ist der ganze Zauber vorbei und es regnet nur mehr. Bei uns an Bord gibt es ein frühes Frühstück und die Gewissheit, an einer sicheren Boje zu liegen.

Noch vor Mittag hört der Regen auf, unser Wirt ist ein Optimist und lässt die bunten Liegen schon ausbreiten. Er hofft auf Gäste, wir sind die Ersten.

Der heutige Bericht ähnelt einem Wetterbericht und so darf auch nicht fehlen, dass sich nach dem Essen wieder Wolken gebildet haben. Die vielen Knoblauchbrote tun ihre hypnotische Wirkung beim Skipper und danach ist fast wieder wolkenloser Himmel.