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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
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Privat

Unterwegs von Asilah bis Marrakech

Mehr oder weniger im Morgengrauen (in Marokko sind die Uhren um eine Stunde zurueckzustellen) verlassen wir unseren Stellplatz in Asilah. Irgendwann zwischen Mitternacht und 0500 Uhr frueh hoeren wir einer Fussballmannschaft bei einem Match zu und wundern uns ueber deren ungewoehnliche Trainingszeiten.

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Gleich nach dem Schlusspfiff (den wir natuerlich verschlafen haben) beginnen auf mindestens 3 Moscheen die verschiedenen Muezzins zu rufen. Fuer uns bedeutet es natuerlich: Tagwache!

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Wir sind auf der Autobahn, aber bald ist in dieser Nebelsuppe nur mehr eine Sichtweite von unter 100 Metern und unsere GPS-Dame redet sowieso seit Tanger schon nicht mehr Klartext mit uns.

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Waren es in Australien Kaengurus und Koalas, welche unsere Fahrbahn gekreuzt haben, sind es hier Fussgeher, Radfahrer, Hunde, Esel und unbeleuchtete Autos. Michi laestert mal wieder: “alle einheimischen Strassenbenutzer sind vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen“ – “alles, was schneller als ein Kamel ist, sind sie wohl nicht gewoehnt“ “ “das Einzige, was an den Strassen locker ist, ist der Strassenbelag“ usw. und so fort. Der ewige “Motze“ eben!

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Die Autobahngebuehren sind an italienischen Verhaeltnissen zu messen, der Strassenzustand jedoch nicht. Knapp 25 Euro fuer ca. 450 Kilometer.

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Trotzdem sind wir mehr als froh, auf der Autobahn zu sein, denn die Umfahrung von Rabat (Nichtautobahn) zeigt uns, was sich auf den Bundesstrassen so abspielt.

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Laut unserem angeblich so schlauen Reisefuehrer sollen wir Casablanca meiden, diese Stadt ist naemlich nur im Film interessant, in welchem Humphrey Bogart sagt: “schau mir in die Augen, Kleines“. Heute ist sie nur noch gefaehrlich und taugt am ehesten fuer Studien “ueber die Lage der arbeitenden Klassen in Grossstaedten“ und ist der ideale Platz, um fuer diverse Glaubensrichtungen sogenannte Glaeubige zu rekrutieren.

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Die Landschaft fliegt an uns vorbei “ mit ca. 100 Km/h. Viele Schafherden mit ihren Schaefern, einige Olivenhaine, viele Kakteenfelder (diese schauen teilweise angepflanzt aus, obwohl sie fast ueberall wild wachsen). Einiges erinnert an Indien: der Schmutz und die grossen Slums, aber auf der anderen Seite sieht man Strassenarbeiter mit Saecken fuer den Abfall und auch saubere Gegend.

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Die Polizeipraesenz ist enorm. Fast jede Bruecke ist durch einen bzw. zwei Uniformierte gesichert. Ebenso die “ zwar seltenen “ Kreisverkehre und fast jede Kreuzung auf der Bundesstrasse. Wir haben noch nicht herausbekommen – wieso??

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Wir sind wie die Zugvoegel und so finden wir einen neuen Campingplatz nahe Marrakech, an dem wir nun einige Tage verweilen wollen, um die alte Berberstadt zu besichtigen. Hunderte Fliegen zwingen uns jedoch, heute “im“ WoMo zu kochen, weil wir sonst nur mit dem Fliegenpracker herumdreschen muessten, wie unser Nachbar aus Grossbritanien.

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