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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Valle dei Templi bei Agrigento

Heute ist Geschichte angesagt. Die archäologischen Stätten gehören zu den eindrucksvollsten Siziliens. Gleich beim Eingang sieht man die Reste des „Tempio di Ercole“. Der älteste Tempel an der südlichen Stadtmauer stammt aus der Zeit um 500 v. Chr.

Der „Tempio di Concordia“ (ca. 425 v. Chr.) ist einer der vollständigsten und schönsten Tempel der gesamten damaligen griechischen Welt. Wir sind relativ früh unterwegs und erleben die vielbesuchte Stätte in fast einsamer Stille und der große Denker kann sich ganz seinen philosophischen Betrachtungen hingeben.


Er denkt darüber nach, dass 400 v. Chr. hier schon die Demokratie erfunden wurde und später über diesen Weg auch Johann Wolfgang von Goethe herauf gekeucht ist. Niedergeschrieben in seinem Werk „Die italienische Reise“.

Es ist die Zeit der Mandel- und Kirschblüte, es duftet, es summt und es ist traumhaft, diese Farbenpracht anzuschauen und die Natur zu genießen.

Die Säulen sind nicht aus strahlend weißem Marmor, sondern aus Kalk- und Sandstein.

Auf der Suche nach seltenen Motiven erwische ich Michi immer wieder mal mit eigenartigen Verrenkungen. Aber es zahlt sich aus. Mit seiner Kamera mit dem großen Objektiv kommt er viel näher an das Ziel seiner Begierde heran, ohne es zu verscheuchen.


Wir legen heute eine weite Wanderung zurück, sind aber bestens ausgerüstet und außerdem haben wir Zeit.

Um den Concordiatempel herum befindet sich neben den eindrucksvollen Resten der Stadtmauer eine frühchristliche Nekropole. Die frühesten Gräber stammen aus der Zeit zwischen dem 3. und 5. Jhdt. n. Chr. und die jüngsten aus dem 9. Jhdt. n. Chr.


Am höchsten Punkt steht der Tempel der Hera. Heute stehen nur noch 25 der ehemals 34 Säulen der Ringhalle.



Der uralte Olivenbaum im Vordergrund des Heratempels ist auf ziemlich allen alten Ansichten und Stichen zu sehen.

Vom Tempel des Olympischen Zeus ist nur noch ein gigantisches Trümmerfeld übrig geblieben. Die enormen Ausmaße und die eigenwillige Bauart sind einzigartig im griechischen Tempelbau. Fast 8 m hohe steinerne Figuren mit karthagischen Zügen trugen das Gebälk. Das hier zu sehende Exemplar ist nur eine Nachbildung, denn das Original befindet sich im Archäologischen Museum in Agrigento.

Wir haben zwar die Eintrittskarte dafür auch gelöst, ob und wenn ja, wann wir uns das Museum anschauen, wissen wir noch nicht. Unsere Füße glühen.

Tausende haben sich in den Kakteen verewigt, den einen kennen wir namentlich!