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Logbuch der SY Shalimardue

August 2019
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Veruda – Umag – Aquileia

Es schüttet am frühen Morgen und so warten wir bis knapp 09 Uhr. Der Motor springt zuerst nicht an – auch der zweite nicht. Trotz des eingebauten „Emergency Hebels“ (Zusammenschaltung aller Batterien) ist kein Ton zu hören. Michi schließt den Backbordmotor kurz und ein wenig später lässt sich auch der Steuerbordmotor starten. Wir haben noch immer ein massives Elektroproblem. Der Himmel ist teilweise schwarz, aber der Wind kommt von hinten und wir können schön gemütlich in Richtung Norden segeln.

Michi erwartet neuerlich Regen (hinter uns regnet es schon ab) und deshalb dichtet er vorher noch die beiden Seitenfenster ab. Diese Dichtungen haben sich bei der brutalen Welle von gestern etwas gelöst – Seglerschicksal – arbeiten mit Sikaflex.

Es wird immer schwärzer, der Wind wird stärker und wir schauen im Internet auf die Seite „lightnigmaps.org“ und sehen die Blitze, die in Italien, Kroatien und Slowenien aktuell einschlagen. Wir hoffen, dass das starke Gewitter, welches sich gerade über Grado austobt, nicht allzu rasch zu uns nach Umag zieht.

Die letzten 2 – 3 Meilen wird die Genua rechtzeitig geborgen (es beginnt kurz zu schütten) und wir finden im Hafen von Umag (wieder ohne Regen) noch eine freie Boje.

Wir wollen unser Schiff nicht verlassen und deshalb gibt es heute „Spaghetti neri“ und wir genießen die wunderbare interessante Aussicht aufs unruhige Meer, die schwarzen Wolkenbänke und dann den traumhaften Sonnenuntergang.

Ab 08 Uhr früh ist das Ausklarieren möglich und danach motoren wir bei traumhaft schönen Wetter (leider ohne Wind) zurück nach Aquileia. In der Einfahrt zur Lagune sehen wir auf den Strand von Grado die vielen, vielen bunten Sonnenschirme. Eine kleine Gruppe mit Kanus kommt uns auch entgegen.

Ich liebe die Lagune mit ihren vielen Vögeln und freue mich schon auf die Pizza bei Roberto im „Da Nettuno“. Danke für die spezielle Zubereitung unserer Pizza mit heute zwei vollkommen verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Es stehen nun einige Arbeiten an, es wird uns sicher nicht langweilig werden. Wir warten auf den maritimen „Funkenschuster“, dem Michi einige seltsame Fragen stellen möchte. Bei der Menge an versagenden Geräten muss es ein großes Problem oder nur ein „ganz kleiner“ Denkfehler in der Elektrik sein. Wir werden sehen.