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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Privat

Venedig – Impressionen

Ein Besuch in meiner Lieblingsstadt und ein paar Einblicke in die Biennale

Bevor wir jedoch mit Inge Venedig unsicher machen können, müssen wir zuerst noch mit unserem Wohnmobil einige Campingplätze anfahren, die sich leider schon – bis auf einen (etwas abgelegenen) – im Winterschlaf befinden.


Unsere Füße werden wieder mal zum Glühen gebracht. Wir bringen einige Höhenmeter zusammen, aber in erster Linie geht es über viele Stufen treppauf – treppab. Zwei Tage durchgehend auf dem „Stepper“ (ein Foltergerät, welches normalerweise in einem Fitnesscenter steht).



In der verrücktesten Bibliothek der Welt, im „Acqua Alta“ studieren Inge und ich nicht nur Kochbücher. Über die Büchertreppe kann man in den angrenzenden Kanal schauen. Es gibt hier außer Büchern auch noch viele Katzen, die sich sehr heimisch fühlen.

Michi hätte sich gerne die 55. Biennale angeschaut. Inge und ich streiken aber, nicht nur, weil wir keine Warteschlangen mögen, sondern weil wir zwei auch mit der modernen Kunst, so „richtig nichts“ anfangen können.

Irgendwo habe ich gelesen, dass auf der Kunstbiennale in Venedig Verrückte und Spiritisten, Voodoo- und Tantra-Künstler gefeiert werden. Wahrscheinlich bin ich zu verrückt oder zu wenig – ich kann mich für moderne Kunst nicht wirklich begeistern. Aber vielleicht ist es AUCH Kunst, viele Quadratmeter mit tausenden weißer Felle von toten Ratten zu verarbeiten. Oder es grenzt an Kunst, dieses Kunstwerk dann verkaufen zu können???

Immer größere Formate, unendlich viele Filme, Hunderte Installationen – ein gewaltiger Aufwand – aber nichts für mich.

Die wenigen frei zugänglich gemachten Kunstwerke interessieren mich nur, weil ich so Eintritt in sonst geschlossene Palazzi finde und mir die Räumlichkeiten anschauen kann.

Lieber füttere ich die Tauben am Markusplatz. Obwohl kein Futter mehr verkauft wird, reicht mir eine nette Koreanerin Chips zum Zerbröseln – und sofort bin ich „umschwärmt“.

Dazwischen gibt es zum Glück ja viele „bacari“, wo es feinen Hauswein in „calice“ zum Preis von knapp einem Euro gibt. Dazu einige „cicchetti“ und mehr brauchen wir drei nicht zum Glücklichsein.

Vom Autobahnhof über den Markt zum Arsenal, weiter in die Via Garibaldi, zurück zum Markusplatz, zum Gondelparkplatz und und und – da kommen schon einige Kilometer zusammen.




Im „Bacareto da Lele“ gibt es drei Calice (Weinglasln) und eine Salamisemmel um gesamt 2,70 Euro. Wir treffen nette und vor allem lustige Leute und kommen auch gleich zum Ratschen. Ob Italiener oder die fröhliche Engländerin mit ihrer Espressomaschine im Rucksack – es gibt einfach keine Verständigungsschwierigkeiten. Die Tage UND Nächte vergehen leider viel zu schnell.

Aber, wir kommen wieder…