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Logbuch der SY Shalimardue

Oktober 2020
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Privat

Vier Länder an einem Tag

Kitzingen am Main wäre einen weiteren Besichtigungstag wert. Wir wollen aber weiter und wissen jetzt schon, dass wir diesen schönen Ort nochmals besuchen wollen.

Unser zweites Frühstück nehmen wir an einer der vielen Raststätten ein und wie immer parken wir zwischen den großen Trucks. Wir haben auch schon eine Einladung auf einen „türkischen Kaffee“ von einem netten türkischen Fernfahrer bekommen.

Obwohl unser Navi heute keine Staus ankündigt, fahren wir von einer Baustelle zur nächsten Baustelle mit sehr zähem Verkehr und einigen gestressten Autofahrern. Jetzt verstehen wir, warum es auf deutschen Autobahnen keine Geschwindigkeitsbeschränkung gibt – bei den vielen Baustellen ist sie sowieso umsonst!

Von Deutschland (Würzburg-Frankfurt-Koblenz-Köln-Aachen) geht es kurz nach Niederlanden (nahe Maastricht) und dann weiter nach Belgien.

Irgendwie muss ich wohl in der Schule gefehlt haben, als Belgien als Unterrichtsstoff vorgetragen wurde. Kein einziger bekannter Name bis Brüssel. Gent, Brugge und Oostende sind mir namentlich zwar schon untergekommen, aber genaue Ortskenntnis fehlte mir bis heute. Ebenso verstehen wir überhaupt nicht, wer oder was die warme Schotel ist – die wohl der Enkel – hier im Restaurant verkauft. Und das um wohlfeile 8,80 Euro.

Französisch gehört zwar auch nicht zu meinen Sprachen, die ich beherrsche, aber immerhin können wir uns in Calais perfekt in Englisch und Italienisch mit einer Tunesierin verständigen, die unser Abendessen mit ihrem „höllischen“ Harrissa verschärft.

Der heutige Stellplatz liegt direkt am Pier und am Hafen von Calais, allerdings genau gegenüber von unserem Abfahrtspier, das heißt, wir müssen morgen quer durch Calais wieder zurück, damit wir am Donnerstag früh um 05 Uhr rechtzeitig bei der Fähre sind, die uns nach Dover bringen soll.


Wir können heute bei bester Sicht schon bis nach Dover sehen, es ist gar nicht weit entfernt von Calais.



Was mich am meisten erschüttert ist, dass ich meine warme Marokkokleidung anziehen muss und gleichzeitig Badende im Ärmelkanal– oder ist es doch noch die Nordsee – vergnüglich herumplantschen sehe.


Nach einem weiteren Regenschauer (heute schon der vierte – so können wir uns auch schon auf Großbritannien einstimmen) – sind nur mehr stimmungsvolle Wolken am Himmel zu sehen. Doch es kommen viele Besucher, die in ihren Autos sitzend, Burger verdrückend, ebenfalls den Sonnenuntergang beobachten wollen.

Ich genieße das Rauschen des Meeres und die Musik von Michi, hier gerade: on the road again. Wie treffend