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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Vis “ Stoncica – ein Ankermanoever der besonderen Art

Ein Ankermanoever, das wir ab jetzt Stoncicamanoever nennen, wird in unsere maritimen Analen eingehen. Ein Kroate kommt mit seinem grossen Motorboot in unsere unmittelbare Naehe und wirft dort seinen Anker. Mit einer Leine – quer im Mund “ hechtet er von Bord. Die Leine ist zu kurz “ eine zweite genommen “ ebenfalls zu kurz. Seine Frau schaut verzweifelt zu mir her, denn ich bringe bereits den ersten Fender aus, um einen Zusammenstoss zu vermeiden. Endlich “ mit der dritten Verlaengerung haengt er nun an seinem Anker und an einer gestueckelten Landleine an einem Felsen fest.

Thekla am Werk.jpg

Jetzt ist er ungefaehr einen Meter von uns entfernt, schaut sich kurz um und springt nach einem “genialen“ Gedankenblitz (Wicki und die starken Maenner) erneut mit einer Leine “ wieder quer im Mund “ ins Wasser. Wir ueberlegen und ueberlegen, was das nun wohl wird. Ich kann den Worten von Michi keinen Glauben schenken und ueberzeuge mich dann schnorchelnderweise von der unglaublichen Wahrheit.

Eine Leine, am Anker des gegenueber liegenden Segelbootes durchgezogen, wird an seinem Motorboot kurzstag genommen und der Daumen in die Hoehe gereckt wie Mr. Bean. Michi erkundigt sich beim Herrn Skipper, was das wohl sei. “Das ist hier ueblich“ sagt er – zieht nochmals an dieser Leine und ist nun ca. 2 Meter von uns entfernt. Der Anker vom anderen Schiff allerdings auch “ vom normalerweise guten Ankergrund.

Der Bootseigner des in Anspruch genommenen Ankers bemerkt, dass er nun langsam aber sicher Richtung Land driftet. Der Ankergrund steigt hier von 15 Meter rasch auf 1 Meter. Er muss nun ablegen und befuerchtet, beim auflandigen Wind eine Grundberuehrung zu haben. Michi wird gebeten, mit seinem Dingi gerade dies zu verhindern. Nachdem die jungen Eltern Margret und Frank mit ihrer knapp 5 Jahre alten Tochter Emily und dem 12 Wochen alten Nachwuchs namens Luisa neu geankert haben, verabreden wir uns zu einem gemeinsamen Drink in der Konoba Stoncica. Dies war der beste Part des unvergesslichen Manoevers.

Nachbarschaftshilfe.jpg

Unsere kulinarische Reise geht weiter und die Gastfreundschaft von Pave und Tripo – den Betreibern der Konoba “Stoncica“ -kennt keine Grenzen.

Hobotnicapeka.jpg

Schoen, wieder fast zu “Hause“ zu sein.