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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Privat

von Sidi Ifni ueber Mesti nach Tiznit

Auf dem Weg nach Mesti (separater Bericht ueber die Argan-Cooperative-Tafyoucht) fahren wir kilometerweit durch eine Landschaft von wildwachsenden sowie auch kultivierten Kakteenplantagen.

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Erst im 16. Jhdt. wurde aus Mexico die Opuntie, eine spezielle Kakteenart – nach Nordafrika eingefuehrt. Aus den Kaktusfeigen wird eine Marmelade hergestellt und aus den Blaettern ein Gemuese, dem allerlei gesundheitliche Wirkung nachgesagt wird.

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Es geht zeitweise sehr steil auf und ab und wir treffen unterwegs unseren Zeltnachbarn Christian auf “seinem Packesel“ der auf dem Weg nach Mauretanien ist. Wir wollen ihn ein Stueck des Weges mitnehmen, finden aber leider ueberhaupt keinen Platz fuer sein Rad (plus 40 kg Gepaeck).

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Es gibt nur sehr vereinzelt Siedlungen mit einigen Haeusern, aber eine Moschee ist meistens zu sehen. Neben den vielen Kakteen gibt es auch viele Arganienbaeume und die Verwertung deren Fruechte ist wahrscheinlich neben der Schaf- und Ziegenhaltung die einzige Einnahmequelle der Menschen in dieser Region.

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Die Strassen sind nicht im besten Zustand und es kommt vor, dass mitten auf der Fahrbahn riesige Felsbrocken liegen. Dies ist wieder fuer unseren Adrenalinspiegel wichtig, dem ja sonst langweilig waere. Es kuemmert wohl niemanden, sonst wuerde wohl irgendwer diese grossen Steine wegraeumen.

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Plan A fuer heute “ wir naechtigen in Tiznit und gehen morgen frueh auf den Donnerstagsmarkt der Stadt. Leider ist der Campingplatz mehr als voll und so tritt Plan B sofort in Kraft. Plan B bedeutet “ “keine Ahnung, was wir nun machen“. Trotz fehlender Franzoesischkenntnisse erfahre ich “ auf Franzoesisch – dass nur etwas mehr als 1 Kilometer entfernt auf der Strecke nach Tafraoute (unser naechstes Ziel “ Plan B2) ein weiterer Stellplatz ist.

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Uns gefaellt der Platz – wir hoffen, dass die Voegel, die den Platz bevoelkern, nur waehrend des Tages so laut sind “ und ratschen mit der einzigen Nichtfranzoesin (einer Italienerin), die schon seit 18 Jahren mit ihrem Mann immer den Winter in Marokko verbringt.

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Es gibt zwar kein Lokal, aber eine Empfehlung, dass man “privat“ eine Tajine bestellen kann. Gesagt, getan “ Wartezeit eine Stunde. Beim Bezahlen will die private Lady doch tatsaechlich 200 Dh von mir. Gestern bezahlten wir 50 Dh fuer zwei! Der uebliche Preis waere 80 Dh (mit Ziegenfleisch) gewesen, schlussendlich einigen wir uns dann auf 100 Dh. Geschmeckt hat es allemal. Nach einer weiteren Stunde will sie uns noch eine Suppe (marokkanisch “ Harira) empfehlen. Wir lehnen nicht nur aus diaetischen Gruenden dankend ab!