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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Privat

Von Ullapool nach Durness

…ist gleich bedeutend wie – von den North West Highlands nach North West Sutherland. Am frühen Morgen (early in the morning – so etwa nach 10 Uhr früh) fahren wir weiter.

Kein Lufthauch stört die Spiegelungen und ich könnte pausenlos HALT schreien. Was wäre, wenn jetzt auch noch wolkenlos blauer Himmel wäre – nicht auszudenken.

Schottland ist in weiten Teilen von einer meterdicken Torfschicht überzogen. Jedes Moor wächst pro Jahr etwa um einen Millimeter. Der Torf wird in schmalen Streifen gestochen und zum Trocknen in kleinen Pyramiden aufgeschichtet. Den Zusammenhang von Torf und Whisky werden wir wohl noch bei den verschiedenen Whiskyverkostungen auf unserer geplanten Whiskytour genauestens erfahren.

Die kleine Ruine von Ardvreck Castle ist leicht zu übersehen. Doch wir haben die tragische Geschichte um das Gemäuer schon gelesen und erfahren, dass sich die Tochter von MacLeod durch einen herzlosen Verrat ihres eigenen Vaters vom Turm der Burg gestürzt haben soll. Geschichte und Geschichten ergeben neue Spukgeschichten –Uhuuuuu – wir schauen, dass wir weiterkommen!

Sutherland ist eine der dünnst besiedelten Regionen Europas. Es gibt sicher hundertmal mehr Schafe als Einwohner. Heute sind allerdings auch genügend Touristen unterwegs, die diese wunderschöne Gegend kennenlernen wollen. Jeder auf seine besondere Art und Weise. Wir haben gelesen, dass die natürlichste Art Midges (Beißmücken) zu füttern, Spazierengehen ist!

Schade, dass Schafe nicht lesen können, sonst hätten sie nicht so an mir vorbeispringen und davonhetzen müssen.

Die Kylesku Bridge erspart uns sicher einen Umweg von mehr als 20 Kilometer, da wir Loch a Chairn Bhain, Loch Glencoul und Loch Glendhu nicht ausfahren müssen, sondern über diese interessante Brücke eine Abkürzung nehmen können.

Ab jetzt begegnet uns das Schottische Hochlandrind immer häufiger.

Neben herrlichen Spiegelungen im Wasser mit feinstem Sand gibt es kurz darauf wieder die schönsten Farben vom Erikakraut zu sehen und ich kann einfach nicht aufhören zu fotografieren.




Auf einem der spektakulärsten Campingplätze auf denen wir je waren, übernachten wir heute. Der Ausblick ist sagenhaft, leider zeigt sich kein einziger Sonnenstrahl. Was mich aber nicht daran hindert, den steilen Abstieg zum Wasser zu nehmen.

Michi bleibt im Schneck und beobachtet mich aufmerksam von oben.

Am Abend gehen wir wie üblich ins Pub, schauen uns aber diesmal einen traumhaften Bericht über die Tierwelt von Afrika an. Essen gab es für die anderen Camper, nach Aufruf einer Nummer, in Styroporkisten – wir haben heute strenge Diät! Vor dem Pub steht ein Wegweiser, damit wir zumindest heute wissen, wo wir sind.