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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Privat

Weiter geht es Richtung Süden

Telefonisch erkunden wir uns bei unserem nächsten (?) Campingplatz in Nicotera, ob es überhaupt einen Winterbetrieb gibt. Der freundliche Besitzer bestätigt uns dies und so fahren wir bereits am frühen Morgen weiter.

Wir nehmen die Autobahn, die zwar kostenlos ist, aber teilweise auch Geschwindigkeitsbeschränkungen von 40 Km/h hat. Wegen einer kaputten Brücke nahe dem Campingplatz müssen wir schon recht früh die Autobahn wieder verlassen und lernen so kleine Bergdörfer mit ihren steilen An- und Abfahrten bzw. zahlreiche Kurven kennen. In den engen Gässchen müssen wir den zahlreichen Sonntagsspaziergängern ausweichen. Auch bei der Olivenernte ist heute Ruhetag angesagt, aber die bunten Netze sind schon ausgelegt. Natürlich nur für mich, als Fotografin.

Sind wir gestern noch am Strand des Ionischen Meeres spaziert, machen wir heute einen ausgedehnten Strandmarsch am Tyrrhenischen Meer. Es hat sich eigentlich nicht viel verändert. Der Strände verkommen wohl in den Wintermonaten.

Es bleibt zu hoffen, dass im Frühjahr ein Putztrupp die Strände für die vielen zu erwartenden Touristen vom sämtlichen angeschwemmten Schmutz befreit.

Während ich mich an so Kleinigkeiten wie Blümchen erfreue, schafft Michi mit wenigen Handgriffen vergängliche Kunstwerke aus dem Strandgut.

Leider ist auch dieser Campingplatz recht einsam. Er liegt inmitten von Orangenplantagen, diese sind zwar gut eingezäunt, aber trotzdem nicht sicher vor Langfinger. Obwohl – mit uns sind nur vier Camper vor Ort – da wird der „natürliche“ Schwund wohl zu verkraften sein.



Auch hier gibt es keine netten Kneipen, in denen Einheimische nach dem Tagwerk verkehren oder Lokale, die irgendeine Konkurrenz zu meiner Küche darstellen. Deshalb werden wir morgen schon mit der Fähre nach Sizilien unterwegs sein.

Eine Camperin aus Niederösterreich hat sich dieser neugeborenen Hundebabys angenommen, deren Rasse und Stammbaum völlig im Dunklen liegt. Sie ist nun auf verzweifelter Suche nach Gastfamilien, welche noch ohne Hund sind. Bei uns hat sie damit allerdings keinen Erfolg, obwohl sie sehr, sehr redegewandt ist.