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Logbuch der SY Shalimardue

September 2020
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Privat

Wer hat unser Auto geklaut?

“Man hat unser Auto geklaut“ “ dieser Gedanke kommt uns sofort, als wir am Parkplatz in der Naehe des Bahnhofes von Cervignano das Fahrzeug nicht mehr vorfinden. Bei der Bahnhofspolizei wollen wir den Verlust melden, diese beruhigen uns aber gleich insofern, als dass sie uns mitteilen, dass wir vermutlich “nur“ abgeschleppt worden seien.

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Seit einigen Monaten hat man diese “unscheinbare“ Tafel hinter einer Staude (kleinem Baum) montiert. Sie bedeutet, dass in dieser Strasse jeden ersten Samstag im Monat 2 Stunden hart gearbeitet wird. Auslaendische Autos werden in dieser (Arbeits-)Zeit sofort abgeschleppt, Italiener erhalten nur einen Strafzettel.

Die dreikoepfige Mannschaft der Polizei am Bahnhof in Cervigniano ist total hilfreich und bemueht sich, zu eruieren, wo unser Auto nun eigentlich steht. Da sich an diversen Telefonen (Polizei, Abschleppdienst, Buergermeister, usw.) niemand meldet, fahren sie mit dem Streifenwagen beim Buero der Polizia Municipale vorbei, treffen aber dort auch niemanden mehr an. Es ist jetzt allgemeines Wochenende!! Selbst den Polizisten ist es peinlich und sie entschuldigen sich sogar dafuer, dass wir nun 2 (!) Tage auf unser Auto warten muessen. Wir koennen fruehestens am Montag ab 10.30 Uhr die Verwaltungsstrafe bei der Polizia Municipale begleichen. Erst danach haben wir die Moeglichkeit unser Auto endgueltig auszuloesen. Na bravo!!

Mit dem Oeffi-Bus fahren wir von Cervignano nach Aquileia und organisieren dann sofort fuer Inge eine Mitfahrgelegenheit (bei Michis Cousin Hans-Peter) fuer Sonntagabend, da sie ja (leider) noch berufstaetig ist.

Hilfsbereitschaft wird in der Marina grossgeschrieben und so bringt uns heute Michael von der SY Samba zur Polizia Municipale, die wegen Personalmangel allerdings auch nur zwei Stunden am Tag hier arbeiten muessen. Siehe Foto.

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Nach der umfangreichen Prozedur im Amtsgebaeude bezahlen wir zuerst 38 Euro fuer das Falschparken (boshafte Behinderung eines Viertelputzers bei der 2 Stunden Arbeit im Monat).

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Dieser nette Commandante bringt uns mit seinem Dienstwagen (leider ohne Blaulicht) zur Abschleppfirma zurueck.

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Mit dieser sehr umfangreichen Bestaetigung erhalten wir, nach Bezahlung der Abschleppgebuehr (144 Euro), unser Auto endlich wieder zurueck.

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Diese unsere Erfahrungen in Cervignano bringen uns auf die Idee, dem Kaerntner Fremdenverkehr eine bei uns absolut neue, sichere Einnahmequelle zu empfehlen. In Zusammenarbeit mit der Polizei und diversen Abschleppfirmen kann man durchreisende Touristenautos abschleppen und die nun “autolosen Fremden“ dadurch zwingen, zwei (bis drei) Tage in unserem schoenen Heimatland zu verbringen. Dadurch koennten die ruecklaeufigen Uebernachtungszahlen nachhaltig gebremst werden. Die Aktion kann ja auch auf diverse auslaendischen Schwammerlsucher ausgedehnt werden, um das Herbstloch ausgiebig zu fuellen. Der Buergermeister von Cervignano (Signore Paviotti) ist, durch geschicktes Abbauen von Planstellen im Polizeidienst, uns da schon weit voraus. Salute!! Und Leilei!!