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Logbuch der SY Shalimardue

Juli 2022
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Privat

wieder daheim in Aquileia – Grado – Medea

Kaum sind wir wieder in Aquileia angekommen unternehmen wir einen Spaziergang in Grado. So wenige Menschen haben wir in dieser quirligen Hafenstadt noch nicht gesehen. Wir gehen am Strand entlang und genießen die Ruhe.

Daheim in der Marina sitzen wir auf unserer Terrasse und genießen auch da die Aussicht auf die Boote und die Marina. Es ist relativ warm bei Tag, aber in der Nacht soll es Minusgrade (bis 3 Grad minus) geben.

Am Samstag gönnen wir uns in unserem Frühstücks-Kaffeehaus „La Ciacarada“ ein Frühstück. Ich bekomme überraschenderweise „una treccia con noci e miele“. In Sizilien hab ich sie fast jeden Tag gegessen, aber in Aquileia hab ich noch nie bewusst eine Treccia gesehen, außer heute im la Ciacarada.

Zu Mittag kommt meine Freundin Dagmar mit ihrer ganzen Familie. Wir genießen auf unserer Terrasse die Wärme und einen Aperitif, danach gehen wir alle ins Nettuno. Michis Cousin Hans-Peter mit Familie verbringt auch das Wochenende in Aquileia und so sind wir zu zwölft beim Essen. Es steht auch diesmal keiner hungrig auf.

Ich höre die Papagei-in Paula fast täglich vom Nachbarhaus krächzen – heute ist sie mit ihrem Herrchen Loris in der Marina unterwegs und macht eine Pause auf unserem Stiegenaufgang. Natürlich muss ich sie dabei fotografieren. Ein netter Vogel – wenn er schweigt.

Heute, am Sonntag besuchen wir das Kriegerdenkmal aller Kriege in Italien bei Medea. Ara Pacis Mundi heißt der beeindruckende Ort. Hier wurde im zentralen Sarkophag die Erdbrocken von 800 Kriegsgräbern aus ganz Italien und aller beteiligten Nationen gesammelt. Die Erde wurde im Vatikan in Rom gesegnet und am 06. Mai 1951 hierher gebracht.

Das Monument ist sehr beeindruckend und da heute Sonntag ist, sind auch einige Menschen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto hierher gekommen.

Am Rückweg fahren bzw. gehen wir noch zu Fuß zur „Chiesa di San Antonio“. Der Fahrweg ist extrem schmal und zum Glück kommt uns kein Auto entgegen.

Michi beobachtet eine lange Gruppe von giftigen Prozessionsspinnerraupen während ihrer jährlichen Prozession.

Danach finden wir etwas entfernt von der Straße ein wunderschönes Bärlauchfeld und ich klaube und klaube und klaube. Heute Abend gibt es ein Butterbrot mit Bärlauch. Wir freuen uns schon riesig darauf.

Am Rückweg machen wir einen kleinen Umweg, um beim Parco Didattico Archeologica vorbei zu schauen. 1986 wurde dieses Gräberfeld gefunden und 2013 der Öffentlichkeit übergeben. Es sind leider nur einige wenige Hinweistafeln vorhanden, aber keinerlei Ausgrabungen. Die Langobarden haben hier ein Gräberfeld hinterlassen und Archäologen haben eine Grabstelle errichtet, die der damaligen Zeit entspricht.

Der Sonnenuntergang heute ist wieder wunderschön.