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Logbuch der SY Shalimardue

Oktober 2020
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Privat

Wilde Berg- und Talfahrt von Tafraoute nach Agadir

Unser Weg zurueck nach Agadir fuehrt uns vorbei am Tal der Ammeln und seinen beruehmten Schwalbennest-Doerfern.

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Bis auf 1900 Meter Seehoehe geht es hinauf und auch hier fahren wir durch eine wunderschoene Gegend. Wie Schneebaelle in der Landschaft schauen diese bluehenden Mandelbaeume aus. Michi muss immer wieder stoppen, damit ich mich fotografisch austoben kann.

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Aber nicht mehr lange, denn ab hier beginnt eine Strasse, die den Namen Strasse so nicht verdient. Sie ist einspurig, ohne Leitschienen und ohne ausreichendes Bankett im sehr steilen Gelaende. Es sind nur 104 Km bis Biougra und 140 Km bis Agadir, aber die ersten 100 Km haben es in sich.

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Immer wieder sehen wir extrem ausgesetzte Doerfer, die an die senkrechten Felswaende gebaut sind. Bestimmt nicht nur wegen der schoenen Aussicht.

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Mein Lieblingschauffeur ist total konzentriert. Die Strasse wird immer enger und er muss schon hoellisch aufpassen, dass er sich von den fantastischen Ausblicken nicht zu sehr ablenken laesst. Zwei Sekunden Unaufmerksamkeit und wir waeren schneller unten im Tal als beabsichtigt.

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Wir fahren in dem Fall auf der rechten Strassenseite, nur zum besseren Verstaendnis. Der Fahrbahnbelag hat auch schon schoenere Tage gesehen “ ganz sicher auch heissere.

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Der Gegenverkehr ist auch nicht zu unterschaetzen. Die meisten Autofahrer sind vernuenftig auf dieser Strecke und weichen schon einen halben Kilometer vorher aus, aber leider nicht alle. Als uns dann ein grosser Bus mit ununterbrochen aufblinkender Lichthupe noetigt, ca. 300 Meter im Rueckwaertsgang auf einer Strasse ohne Ausweichmoeglichkeit zurueckzufahren, vergesse ich vor lauter Aufregung aufs Fotografieren.

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Auch sonst bin ich ein sehr, sehr ruhiger Beifahrer geworden, ich fordere keine Stopps mehr und schaue fast nur geradeaus und nicht den steilen Abhang ohne Sicherung hinunter.

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Der Zwischenstopp beim Agadir Tizourgane aus dem 13. Jhdt. erfolgt auf einem seit neuestem fuer Touristen gemachten Parkplatz. Die Speicherburg ist kreisfoermig von Wohnhaeusern umgeben und fast nicht als Agadir erkennbar.

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Wie bin ich froh, dass Michi diese Tour nicht auf der Hinfahrt nach Tafraoute sondern mit Bedacht den Weg hinunter nach Agadir gewaehlt hat, denn so bin ich als Beifahrer fast immer auf der Bergseite.

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In diesem Ort wurde beim Bau des Staudammes wohl uebersehen, dass Dattelpalmen keine beruehmten Wasserpflanzen sind und ein Brunnen nicht unbedingt ueberschwemmt sein sollte.

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Wenn ich heute vor dem Schlafengehen alle Schafe zaehlen wollte, die ich gesehen habe, bin ich sicherlich noch morgen frueh putzmunter.

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