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Logbuch der SY Shalimardue

Dezember 2020
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Privat

WIR auf der H. M. Y. Britannia und Edinburgh Castle

Die königliche Yacht „Britannia“ mit Baujahr 1953 (Michi war genau 4 Tage alt, als der Stapellauf war (er kann sich nicht mehr erinnern) steht heute als erstes auf unserem reichhaltigen Besichtigungsprogramm in Edinburgh.

Mit dem Bus der Linie 11 geht es in einer Stunde vom Campingplatz direkt zum Ocean Terminal, wo die Britannia mit ihren 126 Metern Länge und 17 Metern Breite liegt.



Die Queen wäre nicht sehr „very amused“ gewesen, hätte ich ihr eine Klaviersonate vorgespielt, aber für ein schönes Fotomotiv reicht es immerhin. Das Personal scheint allerdings vollkommen unmusikalisch zu sein, weil es mich als angehende Pianistin sehr streng gemustert hat.

Nicht „amused“ bin ich, als ich via Audioguide erfahre, dass die Queen sowie ihr Prinzgemahl Philip, Duke of Edinburgh, getrennte Schlafzimmer an Bord hatten – eine kleine Verbindungstüre hat es schon gegeben. Eine wirklich karge Liegestatt auf einem so großen Schiff. In der Honeymoon Suite (mit Doppelbett) haben Prinz Charles und Diana ihre Flitterwochen verbracht. Im Speisesaal waren alle Prominenten Politiker wie Ghandi, Gorbatschow, Clinton und sonstige „Wichtige“ schon einmal zum Essen eingeladen. Drei Stunden Arbeit, nur um das Gedeck aufzulegen!

Es gibt so viel zu sehen und zu hören auf der „Britannia“ – und wir haben Glück, ab 11 Uhr gibt es im Tearoom auch ein gutes Bier für Michi bzw. einen Cider für mich.

Während der Rückfahrt mit dem Bus kommen wir an einer kleinen Marina mit fast trocken gefallenen Booten vorbei. Hier ist die Tide ja etwas höher als bei uns in Grado.

Wir steigen in der Altstadt aus dem Bus und spazieren Richtung Edinburgh Castle (Edd’nborrouh – wie die Einheimischen sagen).

Wir haben leider das „Royal Edinburgh Military Tattoo“ um 3 Tage bzw. 2 Jahre verpasst – was bedeutet, das Festival ist vorbei, aber Karten für dieses Event hätten wir wohl schon vor 2 Jahren bestellen müssen, so ausverkauft ist dieses „Tattoo“, was so viel wie Zapfenstreich bedeutet.


Entweder hat sich das Ende der Veranstaltung noch nicht herumgesprochen oder es sind einfach noch immer so viele Besucher zum „Castle“ unterwegs.

Sehenswert ist es allemal. Ein riesiges Areal und ich könnte mich hier so herrlich verlaufen. Um die Kronjuwelen zu sehen, quälen wir uns in einer nicht endend wollenden Schlange durch kitschig dargestellte Szenen – aber es gibt kein Zurück – und dann, endlich im Raum der Kronjuwelen – hurra – absolutes Fotografier Verbot mit 4 strengen Aufpassern für 3 Ausstellungsstücke. Das haben wir allerdings nicht erwartet.




Nach drei Stunden Besichtigung der „Britannia“ und weiteren drei Stunden „Edinburgh Castle“ mache ich es vielen anderen (vermutlich) Einwohnern gleich und genieße die grüne Oase am Princes Street Garden beim Scott’s Monument.

Es gibt sie noch – vereinzelt – oder wie hier in Dreierformation – die roten Telefonzellen – und sie funktionieren noch.