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Logbuch der SY Shalimardue



Mai 2018
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Zahntempel in Kandy

Unser Tuktuk bringt uns direkt bis zum bekannten Hotel Queens, welches neben dem Kandy Lake und vor dem Zahntempel, dem Sri Dalada Maligawa, liegt. Im Tempel des Heiligen Zahns wird Sri Lankas bedeutendste buddhistische Reliquie verwahrt – ein Zahn Buddhas. Angeblich wurde der Zahn im Jahr 543 v. Chr. bei Buddhas Einäscherung aus den Flammen gerettet und im 4. Jhdt. n. Chr. im Haar einer Prinzessin nach Sri Lanka gebracht. Soweit die Geschichte. Der Zahn wurde immer mehr zum Symbol der Souveränität Sri Lankas und ist heute ein Nationalheiligtum.

Der Heilige Zahn wird in einem im Kloster zentral gelegenen Schrein, dem Vahahitina  Maligawa, der von Elefantenstoßzähnen flankiert wird, aufbewahrt. Gebete beim Schrein soll das Karma unwahrscheinlich verbessen – sagen die Einheimischen. Wir verweilen kurz und andächtig – man kann ja nie wissen. 1998 wurde der Eingang des Tempels durch eine mächtige Explosion schwer in Mitleidenschaft gezogen. „The Tamil Tigers“ – eine terroristische Organisation des Nordens – wurde dies angelastet.

Der Tempel des Hl. Zahns wurde größtenteils unter Kandys Königen erbaut und war Teil des königlichen Palasts. Die Bedeutung dieses Tempels für die meisten sri-lankischen Buddhisten ist kaum zu überschätzen. Sie glauben, dass sie im Laufe ihres Lebens mindestens einmal zum Tempel des Hl. Zahns pilgern müssen. Der Zahn selbst ist allerdings nie zu sehen.

Nach dem ausgedehnten Spaziergang durch das Tempelgelände mit Museen und Dagobas (Kuppelbauten mit Reliquien von Heiligen) gehen wir wieder zum bestens sortierten Obst-, Gemüse-, Fisch-, Fleisch- und Gewürzmarkt. Viel kaufen wir heute nicht ein, nur ein bisschen Obst und Büffeljoghurt und auch Palmhonig.

Unser Tuktuk-Fahrer ist äußerst nett und kann sogar einige Brocken Englisch. Wir verklickern ihm wohin wir müssen und er fährt los. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke bleibt er urplötzlich stehen, steigt aus und zeigt uns, dass er einen platten Reifen hat. Leider passt sein rostiges Werkzeug nicht und er muss einige andere Tuktuk-Fahrer fragen, bis er einen richtigen Schraubenschlüssel bekommt. Ich überlege inzwischen, wie wir das Tuktuk heben können, um den Reifen herunter zu bekommen. Der neue Reifen ist so was von glatt und abgefahren – Profil ist absolut  keines mehr vorhanden. Er bringt uns aber trotzdem gut zur EliAx-Lodge, wo ich anschließend eine Gartentour mit dem Haus Faktotum Pema unternehme. Er liebt es, mir die Blumen zu zeigen und auf verschiedene Bäume aufmerksam zu machen. Noch mehr allerdings freut er sich, wenn ich von ihm ein Foto mache und ihm das dann gleich zeige.